Einigung bei Lohnverhandlungen: Ist-Löhne im Metallgewerbe steigen um 2,7 Prozent

KV-Löhne werden um 3,0 Prozent angehoben - Edelsbrunner und Nürnberger: "Gerade noch vertretbarer Kompromiss unter sehr schwierigen Rahmenbedingungen"

Wien, PWK - Bei den Verhandlungen über die Löhne und Gehälter für die rund 110.000 Beschäftigten im Metallgewerbe konnten die Sozialpartner am Freitag in den späten Abendstunden im dritten Anlauf ein Ergebnis erzielen: Die Ist-Löhne und die Lehrlingsentschädigungen werden ab 1.1.2002 für 10 von 11 Bundesinnungen um 2,7 Prozent angehoben. Die KV-Löhne steigen um 3,0 Prozent, während die Zulagen um 2,4% angehoben werden. Die Vereinbarung über flexible Arbeitszeiten wurden um ein weiteres Jahr verlängert. Keine Änderungen gibt es beim Rahmenrecht. Für die Bundesinnung der Schlosser, Landmaschinentechniker und Schmiede steht noch ein weiteres Modell zur Debatte. Die Landesinnungen haben nun eine Woche Zeit, sich für eine der beiden Varianten zu entscheiden.

Alois Edelsbrunner, Chefverhandler der Arbeitgeberseite, und Rudolf Nürnberger (Gewerkschaft Metall-Textil) für die Arbeitnehmerseite bezeichneten das Ergebnis angesichts der angespannten Konjunktursituation im Metallgewerbe und den Prognosen für 2002 als "gerade noch vertretbaren Kompromiss unter sehr schwierigen Rahmenbedingungen". Im Vorjahr einigten sich die Sozialpartner auf eine Erhöhung der Ist-Löhne um 2,7 Prozent und der kollektivvertraglichen Mindestlöhne um 3,7 Prozent per 1. Jänner 2001.

Der KV-Gemeinschaft des Metallgewerbes gehören 11 Bundesinnungen mit insgesamt 16.000 Mitgliedsbetrieben an: Augenoptiker, Bandagisten und Hörgeräteakustiker, Orthopädietechniker; Elektrotechniker; Gold- und Silberschmiede, Juweliere und Uhrmacher; Karosseriebauer; Mechatroniker; Metallgießer, Gürtler, Graveure, Galvaniseure, Metalldrücker und -schleifer; Kfz-Techniker; Modelltischler; Sanitär-und Heizungsinstallateure; Schlosser, Landmaschinentechniker und Schmiede; Spengler und Kupferschmiede. (MH)

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