Schasching/Heinzl: 1.300 Unterschriften gegen Schließung des Postamtes in Harland

13. Petitionen und 5.000 Unterschriften gegen Postämter-Kahlschlag im Bezirk St. Pölten

St. Pölten, (SPI) - 16 Postämter im Bezirk St. Pölten sollen, wenn es nach dem von der Bundesregierung verordneten Postämter-Kahlschlags geht, geschlossen werden, mehr als 200 in ganz Niederösterreich. Doch die Bevölkerung will und wird diese "Schließungsorgie" nicht so einfach akzeptieren. 5.000 Unterschriften aus insgesamt 13 der 16 betroffenen Gemeinden mündeten Dienstag dieser Woche in 13 Petitionen, welche der St. Pöltner Nationalrat Anton Heinzl gemeinsam mit seiner Kollegin NR Beate Schasching an Nationalratspräsident Heinz Fischer übergab. "Die Petitionen sind ein demokratisches Mittel, mit dem wir im Bezirk St. Pölten gegen die Ausdünnung der öffentlichen Einrichtungen in den Städten und Gemeinden kämpfen. Die Bevölkerung ist empört über diesen Verlust an Lebensqualität und die damit einhergehende Verschlechterung der Versorgung mit öffentlichen Dienstleistungen, wie dies eben die Post, sogar gemäß gesetzlichem Auftrag - anzubieten hat. 5.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich in den betroffenen Gemeinden bisher mit ihrer Unterschrift gegen die Schließung ihres Postamtes ausgesprochen und da die Unterschriftenlisten weiter aufliegen, werden es täglich mehr", so die St. Pöltner Mandatare Schasching und Heinzl über den großen Erfolg der von der SPÖ-St. Pölten initiierten Unterschriftenaktion.****

Diese Bundesregierung hungert die Städte und Gemeinden systematisch aus. Ohne Rücksicht auf Verluste wird über gewachsene Strukturen und notwendige Versorgungseinrichtungen hinwegagiert. So ist das Postamt im St. Pöltner Ortsteil Harland eine wichtige, ja wirtschaftlich sehr erfolgreiche Einrichtung. 1.300 Unterschriften gab es für den Erhalt dieses Postamtes. In den letzten Jahren ist es durch den Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelungen, den Umsatz um mehr als ein Drittel zu steigern, das Service für die Kunden wird ständig verbessert und ausgebaut. Wer da in der bundespolitischen Bürokratie entscheidet, hat keine Ahnung über den Bedarf und die Situation in den Orten. Ältere Menschen werden nun genötigt, viele Kilometer zum nächsten Postamt fahren zu müssen, eingeschriebene Sendungen müssen vom nächsten Postamt, welches in manchen Regionen 30 bis 40 Kilometer entfernt ist, abgeholt werden. "Da glauben manche Herren und Damen in Wien, jeder Österreich hat einen Dienstwagen und Chauffeur wie sie, den sie mal zum Briefabholen schicken können", zeigen sich Schasching und Heinzl über die Kompetenzlosigkeit der blauschwarzen Verantwortungsträger empört.

"Auch wenn blauschwarz im Bund und im Land Niederösterreich ihre Schließungspläne bereits akkordiert und abgesprochen haben, werden die NÖ Sozialdemokraten weiterhin auf der Seite der Bevölkerung für den Erhalt eines jeden einzelnen Postamtes kämpfen. Landeshauptmann Erwin Pröll und seinen VP-Vasallen, die alles stillschweigend hinnehmen und nur mehr als bundespolitische Platzhalter agieren, werden wir den Widerstand der Bevölkerung und alle demokratischen Mittel zur Erhaltung unserer öffentlichen Einrichtungen gegenüberstellen. Was die VPNÖ derzeit betreibt, ist Verrat an Niederösterreich und der Bevölkerung. Dagegen gilt es weiter mit allen zu Gebot stehenden Mitteln aufzutreten", so die beiden SPÖ-Nationalräte abschließend.
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