Kranzl: Maulkorbzwang für alle Hunde ist nicht notwendig

Ersuchen an den Innenminister seine Ablehnung zu überdenken!

Niederösterreich (SPI) Mit dem am Donnerstag vom NÖ Landtag beschlossenen "Hundehaltegesetz" wurde versucht sowohl den optimalen Schutz der Menschen zu gewährleisten aber auch auf die Wünsche der Hundebesitzer einzugehen. "In meinem, vom Landtag beschlossenem Gesetz, ist das Anlegen der Leine nur im verbauten Gebiet und das Anlegen des Maulkorbes nur unter ganz genau geregelten Vorraussetzungen vorgesehen. Damit ist ein Schutz der Menschen, besonders der Kinder gegeben, andererseits wird auf die Anliegen der Hundebesitzer Rücksicht genommen", stellte Landesrätin Christa Kranzl fest.

In einer Besprechung mit Vertretern des Innenministeriums wurde am 25. Oktober 2001 der Gesetzentwurf ausführlich diskutiert. In dieser Sitzung wurden einvernehmlich Änderungen vorgenommen. So wurde die "Gewichtsdefinition" für das Anlegen des Maulkorbes - 15 Kilogramm -aus dem Gesetz gestrichen, da nach Meinung der Vertreter des Innenministeriums die Gewichtsschätzung nicht möglich wäre. Die Mitwirkung der Exekutive wurde auf die Leinen und Maulkorbbestimmungen eingeschränkt. Alle anderen Bestimmungen wurden als Verwaltungsübertretung definiert. Unter allen Besprechungsteilnehmern herrschte Einvernehmen, dass die Bissintensität bei Hunden über 30 cm Schulterhöhe lebensgefährlich sein kann. "Österreich ist ein Rechtsstaat, für die Einhaltung der von den zuständigen Organen beschlossenen Gesetze, ist die Exekutive zuständig. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Exekutivbeamtinnen und Beamte 30 cm Schulterhöhe abschätzen und zum Anlegen der Leine oder des Maulkorbes auffordern bzw. eine Strafe bei nicht Befolgung aussprechen können. Eine Streichung der 30 cm Bestimmung würde bedeuten, dass alle Hunde, auch die Kleinsten, Leine und Maulkorb tragen müssen. Ich ersuche daher den Innenminister, seine Haltung zu überdenken. Schützen wir gemeinsam die Menschen", so Landesrätin Christa Kranzl.
sw

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