DER STANDARD-Interview mit ÖGB-Präsident Verzetnitsch: "Bin kein "Frühstücksdirektor" - Erscheinungstag 23.11.2001

Wien (OTS) - Falls der Gewerkschaftsbund über das neue Vereinsgesetz gezwungen werde, seinen Streikfonds offen zu legen, wäre dies ein Anlass für Kampfmaßnahmen, erklärt ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch im Gespräch mit dem Standard. Man werde Formen finden, "damit der Streikfonds das bleibt, was er ist: ein Kampfmittel der Gewerkschaften und nicht ein offenes Waffenarsenal für Gegner."

Angedacht ist laut FPÖ- Chefin Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer eine Rechnungslegungspflicht "für Vereine mit einem derartigen Vermögen". Die Dotierung des legendären Streikfonds ist seit Bestehen des überparteilichen Gewerkschaftsbundes absolute Verschlusssache.

Verzetnitsch verteidigt sich gegen interne Kritiker. Er sei kein "Frühstücksdirektor", es sei aber auch nicht sein Stil, "ununterbrochen" auf den Tisch zu hauen. Von der Regierung erwartet sich der ÖGB-Chef bis Anfang nächsten Jahres konkrete Antworten auf die Urabstimmung. (ina)

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