ÖGB-Vizepräsident Weninger Sprecher der Allianz "infra"

Reformprojekt erfüllt Auftrag nach wenigen, finanz- und organisationsstarken Gewerkschaften

Wien (ÖGB). Gemeinsam mit ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch präsentierte Günter Weninger, ÖGB-Vizepräsident und Vorsitzender der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, heute die vom ÖGB-Bundesvorstand beschlossene Organisationsreform des ÖGB. Weninger selbst wird Sprecher der aus sieben Gewerkschaften bestehenden Allianz, die den Arbeitstitel "infra" trägt.++++

Zu der heute im Bundesvorstand beschlossenen Organisationsreform meinte Weninger, der der Vorsitzende des Organisationsausschusses ist: "Unsere Aufgabe war es, die Wirtschaftsbereiche zu sichten und zu bündeln. Ziel ist es, wenige neue mitglieder-, organisations- und finanzstarke Gewerkschaften zu schaffen, die den ArbeitnehmerInnen die bestmögliche Interessenvertretung bieten. Dieser Auftrag ist mit unserem Reformprojekt erfüllt."

Neben einer neuen Gewerkschaft, bestehend aus der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), der Gewerkschaft Druck und Papier (DuP), der Gewerkschaft Agrar-Nahrung-Genuss (ANG) und der Gewerkschaft Metall-Textil (GMT) wird sich eine Allianz aus den Gewerkschaften der Gemeindebediensteten (GdG), Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (KMSfB), Bau-Holz (GBH), Gewerkschaft der Eisenbahner (GdE), Handel-Transport-Verkehr (HTV), Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD) und der Gewerkschaft der Post und Fernmeldebediensteten (GPF) bilden. Diese Allianz, die den Arbeitstitel "infra" trägt, hat Günter Weninger zu ihrem Sprecher ernannt. Die sieben Gewerkschaften werden allerdings weiter bestehen und von ihren jeweiligen Vorsitzenden in jenen Bereichen, die das Aufgabengebiet der einzelnen Gewerkschaften betrifft, vertreten. Als eigenständige Gewerkschaft bleibt die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD). Die Gewerkschaft der Chemiearbeiter hat noch keinen Beschluss getroffen. Der Organisationsausschuss legt ihr aber nahe, sich der ersten Gruppe aus GPA, GMT, ANG und DuP anzuschließen. Weninger dazu: "Das würde Sinn machen, da die Gewerkschafter Beschäftigte, die in der industriellen Fertigung tätig sind, vertritt."

Mit dem beschlossenen Reformprojekt werde auch dem Grundsatz "eine gewerkschaftliche Betreuung pro Betrieb" bestmöglich Rechnung getragen, betonte Weninger. Insbesondere Industriearbeiter und -angestellte bekämen dadurch eine einzige gewerkschaftliche Vertretung. Da manche Betriebe Beschäftigte aus den unterschiedlichsten Branchen hätten, seien aber Überschneidungen nie ganz auszuräumen, räumte der ÖGB-Vizepräsident ein. In diesem Fall solle es eine Vereinbarung geben, welche der Gewerkschaften jeweils die Betreuung in dem Betrieb übernehme. "Ziel ist es, den Mitgliedern optimale Betreuung zu bieten und einen starken ÖGB zu haben. Dieses Ziel wird mit unserer Reform erfüllt", so Weninger abschließend.

ÖGB, 15. November 2001
Nr. 980

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