Prammer zu Afghanistan: Regierungsbildung nicht ohne die Frauen

Wien (SK) Vor dem Hintergrund der großen Gebietsgewinne und des abzusehenden endgültigen Sieges der Nordallianz gegen das Taliban-Regime appellierte heute SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer an die internationalen politischen Entscheidungsträger und hier insbesonders an die österreichische Bundesregierung, auf die Verbesserung der Situation der Frauen besonderes Augenmerk zu legen. "Politische Lösungen müssen gesucht werden. Aber eine Konsolidierung der Machtverhältnisse darf nicht ohne die Berücksichtigung der Lebensverhältnisse der Frauen erfolgen", mahnte Prammer. In diesem Zusammenhang verwies Prammer auch auf die vorweihnachtliche Spendenkampagne der SPÖ-Frauen, die nächste Woche anlaufen wird, und zur Gänze den RAWA-Frauen zugute kommt. ****

Die Frauen von RAWA, begründete Prammer das Engagement der SPÖ-Frauen, waren während der Zeit des Taliban-Schreckensregimes die einzige afghanische Organisation, die entsprechende Strukturen aufrechterhalten und sogar ausbauen konnte. Eine Einbindung dieser Organisation bei der Suche nach einer politischen Repräsentanz sei daher unabdingbar.

"Um den Frauen in Afghanistan und den Flüchtlingslagern in den angrenzenden Ländern den Rücken zu stärken, haben wir vor zwei Wochen unsere friedenspolitische Initiative gestartet. Diese umfasst einerseits Aktivitäten zur Sensibilisierung über die Thematik im internen Bereich. Ziel ist dabei, dass möglichst viele Bundesländer und Bezirke sich an den Aktivitäten beteiligen. Und andererseits Straßenaktionen, Diskussionsrunden und Spendenaufrufe, um nach außen hin auf die Situation de Frauen, und die Notwendigkeit der Unterstützung aufmerksam zu machen", erläuterte Parmmer. Die SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende verwies hier auch auf die Bemühungen der SPÖ-Frauen auf europäischer Ebene: "Hier wurden bereits viele Gespräche geführt, um Lobbying für die afghanischen Frauen zu machen."

Mit den gesammelten Spenden sollen in erster Linie Pogramme zur Förderung der Berufstätigkeit der Frauen gefördert werden. Wesentlich hierbei sei auch die Alphabetisierung der Frauen. "Die Eigenständigkeit der Frauen führt nur über eigenes Geld. Die Voraussetzung dazu ist die Berufstätigkeit der Frauen." Diese Faustregel, so Prammer abschließend, sei für Afghanistan genauso anzuwenden, wie für Österreich, oder jedes andere Land der Welt. (Schluss) se/mm

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