"Elektronisches Amt für den Bürger verständlich machen"

LTP Dörler eröffnete e-Government-Tagung im Landhaus

Bregenz (VLK) - Landtagspräsident Manfred Dörler und Landesamtsdirektor Werner Brandter begrüßten heute,
Donnerstag, zahlreiche Führungskräfte aus Wirtschaft und
Politik zur "e-Government-Tagung" im Landhaus in Bregenz. Wie Brandtner betonte, kann sich heute keine Verwaltung den neuen Herausforderungen der Telekommunikation verschließen.
Brandtner mahnte auch, dass dabei freilich nicht die
herkömmlichen Formen der Kommunikation mit dem Bürger vernachläßigt werden dürften. ****

Auf Anregung von Landeshauptmann Herbert Sausgruber wurde
die Tagung von der Fachhochschule Vorarlberg in
Mehrkameratechnik unter www.vorarlberg.at live im Internet übertragen. Landtagspräsident Manfred Dörler betonte in
seiner Eröffnungsrede, dass es sich beim Thema "e-Government"
um einen Zukunftsbereich der Politik und Verwaltung handelt. Dörler: "Im zunehmenden Wettbewerb kommt dem Ausbau der Telekommunikation und deren Anwendung im öffentlichen Bereich
immer größere Bedeutung zu." Ein großes Anliegen ist Landtagspräsident Dörler, "dem Bürger ein leicht
verständliches Angebot der elektronischen Abwicklung von
Amtswegen zur Verfügung zu stellen".

LTP Dörler: Nutzen des e-Governments

Für LTP Dörler liegt der Nutzen des e-Governments auf der
Hand: "Der einzelne Bürger kann sich manchen Amtsweg
ersparen, die Verfahren können insgesamt schneller
abgewickelt werden und Kosteneinsparungen sind auch möglich".
Das Land Vorarlberg treibt den Ausbau der Telekommunikationsinfrastruktur konsequent voran, im Landtag
wurde eine Initiative zur Optimierung der Telekommunikationsinfrastruktur einstimmig beschlossen.
Wichtige Projekte, gute Initiativen wurden vorangetrieben,
die österreichweite Anerkennung finden, so Dörler. Als
Beispiele nannte der Landtagspräsident das Vorarlberger Gemeindegesetz, das alle Behörden und Gemeinden im Land
vernetzt; ein Gesundheitsnetz, das die elektronische
Übermittlung von Befunden und Labortests an praktische Ärzte ermöglicht; die Projekte Wirtschaftsserver und
Bildungsserver, die laufende EDV-Ausstattung der Schulen und Bildungsinitiativen der Fachhochschule Vorarlberg. Darüber
hinaus, so Dörler, hat Vorarlberg als erstes Land in
Österreich die elektronische Meldedatenabfrage in Gemeinden realisiert.

Neue Trends und Herausforderungen

Im Rahmen der Veranstaltung thematisierten kompetente
Referenten die administrativen und sicherheitstechnischen Herausforderungen sowie die Trends in der
Informationstechnologie, die sich durch das e-Government
ergeben. Bundesrats-Vizepräsident Jürgen Weiss vom Amt der Vorarlberger Landesregierung plädierte in seinem Referat "für
eine beschleunigte und zielstrebige Entwicklung des e-
Government, aber gleichzeitig für Augenmaß, was für die
Bürger als Nutzen erkennbar, nachvollziehbar und anwendbar
ist."

Harald Hartl, bei CSC Austria für das Segment
"Öffentlicher Sektor" zuständig, zog in seinem Vortrag über
die Trends in der Informationstechnologie und die
Herausforderungen für die öffentlichen Dienstleister den
Schluss, "dass nur Projekte mit kurzer Laufzeit und hoher Sichtbarkeit eine Chance auf Realisierung haben". Josef
Lindermayr von der Abteilung Informatik im Amt der
Vorarlberger Landesregierung präsentierte den aktuellen Stand
in Vorarlberg, unter Berücksichtigung der engen
Zusammenarbeit mit der Vorarlberger
Telekommunikationsgesellschaft (VTG), etwa die Vernetzung der Gemeinden und der Einbau wichtiger Sicherheitskomponenten (Virenschutz, Firewalls, Verschlüsselungen,
Verzeichnisdienste) in der Vorarlberger Landesverwaltung.

Beispiele vorgestellt

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Vorstellung konkreter Beispiele aus anderen Bundesländern und
Institutionen. Elisabeth Dearing, Ministerium für öffentliche Leistung und Sport stellte die aktuellen Entwicklungen und Zukunftsperspektiven des Amtshelfers "Help.gv" vor, wo es vor
allem um das "näher zum Bürger" ging. Werner Kümmerle,
Curavant Internet GmbH, sprach zum "digitalen Rathaus, das
bereits Realität ist", am Beispiel der Region Nürnberg.
Berthold Rauchenschwandtner, von der Stadt Salzburg,
referierte über das Projekt "Akt2000" und faßte die
Erfahrungen über "digitale Magistrat der Stadt Salzburg" mit
dem Satz zusammen: "Der Weg zum 'elektronischen Akt' ist
lang, aber auch kleine Schritte führen zum Ziel."

Geschäftsführer Heinz Loibner von der VTG (Vorarlberger Telekommunikations-GmbH) referierte über das Vorarlberger Behördennetz "Corporate Network Vorarlberg (CNV)". Das CNV
ist ein Behördennetz mit hohem Sicherheitsstandard. Ziele der Vernetzung sind, so Loibner, die vertrauliche Kommunikation
zwischen den öffentlichen Verwaltungen. Christoph Märk, VTG, sprach über die Anwendung von Signaturen und Chipkarten in
der Praxis.

E-Government-Ausbau ist wichtig - aber mit Augenmaß

Im Rahmen der Veranstaltung wurde deutlich: Den
Herausforderungen der Telekommunikation kann sich heute keine Verwaltung mehr entziehen. E-Government ist wichtig, aber mit Augenmaß, die herkömmlichen Formen der Kommunikation mit dem Bürger dürfen nicht vernachlässigt werden. Im Vordergrund
steht das "mehr an Bürgernähe durch die Nutzung moderner Technologien". Ziel ist, dem Bürger ein leicht verständliches
und sicheres Angebot der elektronischen Abwicklung von
Amtswegen zur Verfügung zu stellen.
(ug/dw/dig,nvl)

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