Blecha: Finanzminister verweigert Pensionsverhandlungen und begeht Wortbruch

Pensionistenverband bleibt bei Forderung nach voller Teuerungsabgeltung

Wien (SK) Die Pensionsverhandlungen zwischen den Seniorenvertretern und der Regierung von heute früh, seien de facto keine gewesen, weil Finanzminister Grasser dem einladenden Sozialminister Haupt klipp und klar erklärt hatte, für einen Wertausgleich zur Abgeltung der 2,9-prozentigen Teuerung keinen Schilling bereitzustellen. Der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs, Karl Blecha, bezeichnete dies am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst nach dem Gespräch als "Eklat". ****

Der Finanzminister hatte dem Sozialminister zum Zeitpunkt der Budgeterstellung zugesichert, die für einen zu verhandelnden Wertausgleich notwendigen Mittel bereitzustellen. Davon will Grasser nun offensichtlich nichts mehr wissen. Dies kam auch in der Enttäuschung von Haupt zutage, der den Pensionistenforderungen sehr aufgeschlossen gegenübersteht. "Grasser bricht nicht nur sein Wort gegenüber dem Sozialminister, sondern auch gegenüber zwei Millionen Pensionsbeziehern. Und er widerspricht auch seinen eigenen Ankündigungen der letzten Woche, für den 'unteren Bereich' mehr herzugeben", kritisierte Blecha. Das Fass zum Überlaufen gebracht habe aber die Dialogverweigerung des Finanzministers, der sowohl die vorwöchige, als auch die heutige Pensionsrunde "schwänzte".

Die Seniorenvertreter beharrten auf ihrer Forderung, für 2002 die volle Teuerung abzugelten. Blecha lehnte erneut einen Abzug früherer, angeblich überhöhter Pensionsanpassungen, von den Erhöhungen der kommenden Jahre ab. Er sprach sich für eine gleich hohe Wertausgleichszahlung aus, die vor allem den kleinen und mittleren Pensionen eine "fühlbare Entlastung von den Grauslichkeiten der Regierung" bringen soll. (Schluss) hm/mm

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