Scheele warnt vor Gesundheitsschäden durch bestimmte Chemikalien

Wien (SK) "Ich verstehe die Aufregung um den Bericht zum Weißbuch über eine Strategie für eine zukünftige Chemikalienpolitik nicht, weil es für mich eine längst überfällige Initiative der Union ist. Es ist Fakt, dass die chemische Industrie der drittgrößte verarbeitende Industriezweig in Europa ist, aber es ist auch Fakt, dass bestimmte Chemikalien schwere Gesundheitsschäden verursachen", erklärte SPÖ-Europaabgeordnete Karin Scheele Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. "Ich finde es wichtig, heute ein klares politisches Signal zu setzen - und den Bericht des Parlaments zu unterstützen, der den Kommissionsvorschlag in wichtigen Teilen verbessert." ****

So sei die Forderung des Parlaments, auch jene Chemikalien zu registrieren, deren Produktionsmenge unter einer Jahrestonne liegt, von eklatanter Wichtigkeit. "Die Aufregung um den Milzbranderreger zeigt, dass die Gefährlichkeit der Chemikalien nicht von der Produktionsmenge abhängt. Es ist wichtig, einen Überblick über die Stoffe, die im Umlauf sind, zu bekommen", schloss Scheele.

Zentrale Forderungen des Europäischen Parlaments hinsichtlich einer Erneuerung der Chemikalienpolitik sind:

1) Die Registrierung auch von Chemikalien mit einer Jahresproduktion von unter einer Tonne, dafür soll es ein vereinfachtes Verfahren geben,
2) die Bezugnahme sowohl auf ökologische, als auch auf wirtschaftliche und soziale Kompetenzen,
3) die Senkung der Anzahl von Tierversuchen,
4) das Auslaufen der Produktion von sehr gefährlichen Produkten und eine effiziente und transparente Gestaltung einer zukünftigen Chemikaliengesetzgebung inklusive eines Sanktionsmechanismus,
5) die Bezugnahme auf das Vorsorgeprinzip. (Schluss) ml/mm

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