Wiener ÖVP fordert Wohnbau- und Wirtschaftssofortprogramm

Wien, (OTS) Die Wiener Bauwirtschaft ist in der Krise und nach Meinung der ÖVP ist diese Krise hausgemacht. In einem Pressegespräch am Donnerstag forderten Klubobmann Dr. Matthias Tschirf und der Wiener ÖVP-Wohnbausprecher Georg Fuchs ein Sofortprogramm zur Belebung der Konjunktur, befristet auf zwei Jahre.

Die Krise der Bauwirtschaft in Wien sei vor allem durch das Zurückhalten von 650 Millionen Schilling für die Wohnhaussanierung in diesem Jahr, die zwar budgetiert sind, aber nicht ausgegeben wurden, verursacht, argumentierten die ÖVP-Politiker. Rückstellungen gebe es auch bei der thermischen Wohnhaussanierung und vor allem beim geplanten Bau von Reihenhäusern - Stichwort: Wohnen im Grünen. Auch für das nächste Jahr seien deutlich weniger Mittel für die Wohnhaussanierung budgetiert.

Tschirf und Fuchs forderten mehrere Sofortmaßnahmen zur Konjunkturbelebung die auf zwei Jahre befristet sein sollte: Die WBSF-Ansuchen müssten beschleunigt werden, die diesbezügliche Kontrolle müsste zielorientiert und verkürzt werden. Bei der thermischen Sanierung dürfte es zu keinerlei Rückstellungen kommen und in gezielten Bezirksaktionsprogrammen sollte es zur Substandardbeseitigung, Baumaßnahmen für die Barrierefreiheit und integrativer Wohnbaumaßnahmen kommen. Als Anreiz zur Mobilisierung von privatem Kapital sollte es eine befristete Verkürzung der ertragslosen Investitionszeit von 15 auf 10 Jahre kommen. Der dringend notwendige Bau weiterer Volksgaragen sollte vorgezogen werden. Für das Wiener Gewerbe sollte die Wettbewerbssituation verbessert werden, denn derzeit seien die Nebengebühren höher als etwa im Nachbarbundesland Niederösterreich.

Vorgezogen sollte vor allem aber auch das Förderungsprogramm für "Wohnen im Grünen" werden. Damit könnten mehrere Probleme gleichzeitig gelöst werden: Neben einer Belebung für Wohnbau und Wirtschaft könnte auch die Abwanderung aus Wien eingebremst werden, denn fast 45 Prozent der Abwanderer wären bereit, ihren Traum vom Häuschen im Grünen auch im Wiener Bereich zu realisieren. Schließlich sollten auch bestehende Grundstücksreserven der Stadt für marktgerechte Baurechtswohnungen genützt werden, forderten Tschirf und Fuchs. (Schluss) js/vo

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