Zielgruppe "Entscheidungsträger" wichtig für österreichischen Gesundheitstourismus

Studie zum Freizeitverhalten zeigt großes Marktpotenzial für Fitnessangebote auf

Wien (PWK816) - Die Zielgruppe der rund 283.000
Entscheidungsträger ("Manager") ist an Gesundheits- und Fitnessprogrammen überdurchschnittlich interessiert und daher ein zunehmend wichtiges Potenzial für den heimischen Gesundheitstourismus. Die touristische Wertschöpfung aus dem bisher nicht akquirierten Kundensegment (Personen, die bisher keine "Fitness- und Wellnessurlaube" konsumierten) kann mit 4,29 Milliarden Schilling (311 Millionen Euro) angenommen werden. Dies geht aus einer von der Wirtschaftskammer Österreich unterstützten Studie des Instituts für Sportwissenschaft an der Universität Wien hervor, die heute, Mittwoch, der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Es gehe nun darum, auf den vorliegenden Erkenntnissen zielgruppengerechte touristische Produkte aufzubauen, erklärte Studienautor Univ.Doz. Roland Bässler. Wie der Syndikus der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft, Michael Raffling, bestätigte, sei es wichtig, geeignete wissenschaftliche Untersuchungen an der Hand zu haben, die als Entscheidungshilfen für weitere konkrete Schritte dienen. Die vorliegende Studie "Fit for success" liefere die Basisinformationen, auf welche die Angebotsentwicklung im heimischen Gesundheitstourismus Bezug nehmen kann.

Der Winterurlaub, der im weitesten Sinn als Aktiv- und Sporturlaub angesehen werden kann, hat sich, wie Raffling hervorhebt, zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zur touristischen Wertschöpfung im Winterhalbjahr von rund 120 Milliarden Schilling kommen weitere durch den Tourismus induzierte Einnahmen in Skiindustrie, Sportartikelhandel und weiteren Bereichen. Das Gesamtvolumen im Winter dürfte bei rund 200 Milliarden Schilling liegen. Was die Gesundheitsurlaube im engeren Sinn betrifft, dürfe man allerdings nicht vergessen, dass es eine langjährige Gewohnheit war, die öffentliche Hand als zuständig für die Finanzierung anzusehen. "Die Trendwende kommt nicht über Nacht. Bei der privaten Gesundheitsvorsorge herrscht sicher noch ein großer Nachholbedarf", stellt Raffling fest.

Eine Projektgruppe am Institut für Sportwissenschaft untersuchte die Belastungen, denen Manager in Beruf und Alltag ausgesetzt sind, und erkundete deren Strategien zur Stressbewältigung und zur Steigerung persönlicher Fitness. Für die Untersuchung wurden Entscheidungsträger im höheren Managementbereich aus ganz Österreich interviewt, wie etwa die Mitglieder des Management Clubs des Österreichischen Wirtschaftsbundes. Insgesamt wurden etwa 2.500 Entscheidungsträger zur Teilnahme an der Befragung eingeladen. (hp)

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Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft
Syndikus Dr. Michael Raffling
Tel.: (01) 50105-3567

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