FP-Sichrovsky fordert für Europäischen Film professionellere Vermarktung anstatt höherer Subventionen

Wien, 2001-11-13, -(fpd)- Im Europäischen Parlament wurde gestern abend ein Bericht des Kulturausschusses diskutiert, der den Vertrieb des europäischen Films in Europa kritisiert und neue Maßnahmen fordert, damit die europäische Filmindustrie der amerikanischen Konkurrenz besser gewachsen sei. Der freiheitliche EU-Abgeordnete und Generalsekretär Mag. Peter Sichrovsky kritisierte die ständige Erhöhung der Filmsubventionen in den EU-Ländern ohne daß von den unterstützten Produzenten auch gefordert werde, daß diese mit ihren Produkten ihr Publikum erreichen.****

"Derzeit wird ein Großteil der in Österreich subventionierten Filme nur einem kleinen Publikum zugänglich gemacht, was dazu führt, daß jede Kinokarte mit mehr als 1.000 Euro unterstützt wird", gibt der freiheitliche Mandatar zu bedenken. Sichrovsky fordert daher, daß in Zukunft Folgeprojekte nur an jene vergeben werden, die nachweislich einen Teil der Subvention auch für die Vermarktung und Werbung einsetzen. "Die Nachteile in der Konkurrenzsituation gegenüber den U.S.A. liegen sicher nicht in der Qualität des europäischen Films, sondern in der mangelhaften Professionalität der Vermarktung und einer Subventionsvergabe, die sich nicht am Erfolg beim Publikum orientiert. Die Steuerzahler können mit Recht erwarten, daß ihnen die unterstützten Kulturgüter auch wieder zugänglich gemacht werden", schloß Sichrovsky.

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