"Protestohrfeigen mit der linken Hand verteilen !"

GLB tritt als Linksalternative zu den Wahlen an

Wien ( OTS ) - Die Eisenbahner wählen am 14. und 15. November
ihre Personalvertretung. Der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB), der als zweitstärkste Fraktion in diese Wahlauseinandersetzung geht, erwartet sich ein gutes Ergebnis. "Die satte 83-Prozent-Mehrheit der Sozialdemokraten (FSE) hat dem radikalen Personalabbau und den Verschlechterungen im Dienst- und Pensionsrecht keinen Widerstand entgegengesetzt.
18.000 verlorene Arbeitsplätze - die meisten unter sozialdemokratisch geführten Regierungen abgebaut - bedeuten eine schlechte Bilanz der FSE. Das läßt sich auch unter den Bedingungen einer schwarz-blauen Regierung nicht wegdiskutieren. Deshalb liegt eine Stärkung der gewerkschaftlichen Linken im Interesse der ÖBB-Bediensteten", meint Ernst Wieser, Sekretär des GLB-ÖBB, und weist darauf hin, dass es auch allein der GLB war, der gegen die Verschlechterung des Pensionsrechts vor den Verfassungsgerichtshof gegangen ist.

Der Gewerkschaftliche Linksblock engagiert sich für ein einheitliches Unternehmen ÖBB und wendet sich entschieden gegen die von der früheren und jetzigen Regierung betriebenen Privatisierungsabsichten. "Privatisierung und Börsenwahn" sind auch nach Auffassung des Vorsitzenden der GLB-Eisenbahner, Hans Slamanig, die Hauptursachen für die negativen Entwicklungen, die einseitig zu Lasten des Personals gingen: "Wir brauchen keine englischen Verhältnisse in Österreich. Der öffentliche Verkehr gehört nicht in den Besitz privater Anlagespekulanten. Daher sollten sich die ÖBB-Bediensteten genau überlegen, mit welcher Hand sie Protestorfeigen verteilen - die linke ist wohl in dieser Situation die wirksamere Alternative, wenn die Entwicklung nach rechts geht!", meint Slamanig, der auf der GLB-Liste für den Zentralausschuss an der Spitze kandidiert.

Der GLB tritt auf verschiedenen Ebenen - zentral, regional und auf den Dienststellen - mit einer Reihe von Kandidaten an, die sich einer starken Konkurrenz stellen müssen. Einer der profiliertesten GLB-Kandidaten auf der zentralen Liste und in der Ostregion ist Theo Schneider, der seine Kolleginnen und Kollegen auffordert, genau hinzuschauen, wer sich um Stimmen bewirbt. "In der Privatisierungsfrage wird um den heißen Brei herumgeredet. Da machen auch die neu ins Rennen gehenden Grünen keine Ausnahme. Sie werben mit ihrem Parteichef Van der Bellen, der bekanntlich in den Fragen der Liberalisierung und Privatisierung sowie in seinen EU-Positionen ganz im neoliberalen Mainstream schwimmt. Was die Eisenbahner aber brauchen, ist eine konsequente Interessensvertretung, die sich gegen den Ausverkaufswahn und den Sozialabbau stellt. Da ist es sicher nicht gut, wenn die gewerkschaftlichen Anhängsel politischer Parteien gewählt werden, die sich bei jeder Gelegenheit als privatisierungsfreundlich und EU-konform zeigen, oder - wie jetzt die Schwarzen und Blauen - ihren Regierungsparteien das Wort reden. Das Signal dieser Wahlen soll daher unmißverständlich nach links gestellt werden.

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