Wien: Wissenschafts- Forschungs- und Technologiefonds beschlossen

Häupl und Görg: Für das Jahr 2002 werden 140 Millionen Schilling zur Verfügung gestellt

Wien, (OTS) Wie Bürgermeister Dr. Michael Häupl und ÖVP-Klubobmann DDr. Bernhard Görg am Dienstag im Mediengespräch des Bürgermeisters berichteten, hat die Wiener Landesregierung am heutigen Tag den Beschluss gefasst, den Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds zu gründen. Fondsgründer sind neben den beiden Politikern die "Privatstiftung zur Verwaltung von Anteilsrechten", die durch die Umwandlung der AVZ in eine Privatstiftung entstanden ist und sich verpflichtet hat, jährlich einen 2/3-Anteil des jeweiligen Jahresüberschusses nach Steuern dem Fonds zur Verfügung zu stellen.

Dem Vorstand des Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) werden Dr. Michael Häupl, DDr. Bernhard Görg, Dr. Gerhard Scharitzer, DI Gerhard Mayr, Univ.Prof. Dr. Werner Welzig und Rektor Univ.Prof. Dr. Georg Winckler angehören. Das Kuratorium wird aus 23 Experten bestehen. Je zwei werden von der Privatstiftung zur Verwaltung von Anteilsrechten, der Technischen Universität Wien, der Veterinärmedizinischen Universität Wien, der Wirtschaftsuniversität Wien, der Universität Wien, der Universität für Bodenkultur Wien, dem Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung sowie vom Magistrat der Stadt Wien entsandt. Einen Experten stellen die Arbeiterkammer Wien, die Wirtschaftskammer Wien, die Industriellenvereinigung Wien und die Klubs des Wiener Gemeinderates.****

Bürgermeister Dr. Michael Häupl wies darauf hin, dass der Geschäftsführer vom Vorstand bestellt werden wird. Zu diesem Zweck wird eine Ausschreibung stattfinden. Als interimistischer Geschäftsführer wird bis zur definitiven Bestellung Dr. Herbert Pichler von der Privatstiftung zur Verwaltung von Anteilsrechten bestellt.

Als Zweck des Fonds definierten die beiden Politiker die Förderung von Forschungsvorhaben im Bereich der wissenschaftlichen und wirtschaftlich-technologischen Forschung; anwendungsorientierte Entwicklung und Praxiseinführung von Verfahren, Produkten und Dienstleistungen; die Gewährung von Forschungsbeihilfen für Forschungsvorhaben in diesem Bereich sowie - im untergeordneten Umfang - soziale Aufgaben im Interessensbereich des Landes Wien.

Die Förderung wird im Besonderen durch die Gewährung von Förderungsbeiträgen oder Darlehen für bestimmte, genau umschriebene Forschungsvorhaben erfolgen sowie für die Ausstattung mit Forschungseinrichtungen, wenn diese unmittelbare Bedingungen für ein bestimmtes Forschungsvorhaben sind.

Für das Jahr 2002 werden 140 Millionen Schilling zur Verfügung gestellt. Es gelte, so Bürgermeister Häupl, Wien als Stadt der Wissenschaft so bekannt zu machen, wie das als Kulturstadt bereits der Fall sei. Wien müsse auch eine Stadt der technologischen Entwicklung werden.

Vor sieben Jahren hätten diesbezügliche Überlegungen ihren Anfang genommen, dass der WWTF nun Wirklichkeit werde, sei erfreulich, betonte Klubobmann Görg. 140 Millionen Schilling seien ein schöner Betrag, dies werde aber nicht das Ende der Fahnenstange sein. Er kündigte an, dass Entscheidungen nicht nach parteipolitischen "Mauscheleien" erfolgen würden, sondern die spannendsten Projekte sollten Berücksichtigung finden.

Häupl und Görg stellten klar, dass bei der Frage nach den Anspruchsberechtigten in erster Linie auf Wien geachtet werden würde, man wisse aber, dass Wissenschaft international sei. Nicht der Sitz der Einrichtung wäre entscheidend, sondern die Frage, ob Wien davon profitiere. (Schluss) ull/vo

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