Wahlalter (2): Heinisch-Hosek will "Kids Voting"-Modell auch an österreichischen Schulen

SPÖ-Jugendsprecherin für Politische Bildung ab der 5. Schulstufe

Wien (SK) SPÖ-Jugendsprecherin Gabriele Heinisch-Hosek will neben einer Senkung des Wahlalters auch Modelle für "Kids Voting" an den österreichischen Schulen entwickeln. Nach dem Vorbild von Schulen in den USA und in einigen deutschen Bundesländern sollen auch in Österreich Modelle für Wahlen an den Schulen erprobt werden, so Heinisch-Hosek in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl am Dienstag. Sie, Heinisch-Hosek, erarbeite derzeit ein entsprechendes Modell für österreichische Schulen. ****

"Kids Voting", das an US-Schulen eine Woche vor den Wahlen stattfinde, führe zu einer signifikanten Erhöhung der Wahlbeteiligung bei den erwachsenen Familienmitgliedern. Kinder bringen Diskussionen über Politik wieder zurück in die Familien, so Heinisch-Hosek. Auch zuletzt in Berlin habe die Probewahl an den Schulen zu einer höheren Wahlbeteiligung bei den erwachsenen Angehörigen geführt.

Die SPÖ-Jugendsprecherin sieht bei den Heranwachsenden großes Interesse für Projekt-bezogenes Engagement, weniger an institutioneller Politik. Aus jüngsten Erhebungen über Einstellung von Jugendlichen sei bekannt, dass gerade Bildung und Ausbildung einen sehr hohen Stellenwert bei den Jungendlichen einnehme.

Es sei falsch, den Jugendlichen Politikverdrossenheit zu unterstellen, wenn überhaupt, könne Politikerverdrossenheit festgestellt werden, meinte die Abgeordnete und, wie sie hinzufügte, "Jugendverdrossenheit bei der Regierung". Die Jugendpolitik der Regierung, im Speziellen des Generationenministers Haupt, könne man bedauerlicherweise nicht an ihren Taten messen - "weil nichts passiert", so Heinisch-Hosek.

Im Regierungsprogramm finden sich ganze vier Sätze zu Kindern und Jugendlichen, merkte Heinisch-Hosek an. Und diese Festlegungen seien von einer Realisierung weit entfernt. "Minister Haupt fragt nicht und macht nichts", kritisierte Heinisch-Hosek.

Als eine Vorbereitung zur Senkung des Wahlalters hält die SPÖ-Abgeordnete es für notwendig, das Fach Politische Bildung bereits ab der 5. Schulstufe, nicht erst wie bisher ab der 7. Schulstufe anzubieten. "Die SPÖ nimmt die Anliegen der Jugendlichen ernst", betonte Heinisch-Hosek; die Sozialdemokratie bemühe sich darum, in den vielfältigen Bereichen der Jugendkultur Angebote für Möglichkeiten von Engagement zu machen. (Schluss) wf

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