Kuntzl: Blau-Schwarz muss in der Familienpolitik umdenken

Mit Geld allein kann man Kinder nicht groß ziehen

Wien (SK) Ein Umdenken in der Familienpolitik der blau-schwarzen Koalition fordert SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl am Dienstag. Dass die Zahl der Geburten in Österreich von Jänner bis September dieses Jahres um 3,8 Prozent gesunken ist - in absoluten Zahlen also um 2.222 Kinder weniger zur Welt gekommen sind als im Vorjahr - ist für Kuntzl ein deutlicher Beweis, "dass die Regierung ihr mit dem Kindergeld verbundenes Ziel, die Geburtenrate in Österreich zu erhöhen, glatt verfehlt hat". Dies bestätige, was die SPÖ stets betont habe: "Mit Geld allein kann man Kinder nicht groß ziehen", so die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin. "Die Regierung hat gedacht, auf Frauenpolitik verzichten zu können. Die Rechnung dafür bekommt sie nun präsentiert", so Kuntzl. ****

In Österreich steige die Zahl der von Armut betroffenen Kinder, obwohl Österreich im internationalen Vergleich bei den Geldleistungen für Familien an der Spitze liege. "Nur wenn es Frauen erleichtert wird, Beruf und Familie zu vereinbaren, wenn der Wiedereinstieg in den Beruf gesichert ist, eine Babypause keine Einkommensverluste verursacht und Kindererziehungszeiten besser als bisher an die Pension angerechnet werden, werden Frauen wieder mehr Kinder bekommen", so Kuntzl. Darüber hinaus bedürfe es einer wirksamen Armutsbekämpfung, erneuerte die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin ihre Forderung nach einer bedarfsorientierten Grundsicherung. (Schluss) se

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