Einrichter von Großküchen spüren abkühlende Konjunktur

Interessengemeinschaft der Großkücheneinrichter (IGÖ) rechnet für 2001 nicht mit Zuwächsen

Salzburg (PWK813) - Die rasch abkühlende Konjunktur macht sich
auch bei den Einrichtern von Großküchen bemerkbar. "Im Gegensatz zum Vorjahr rechnen wir heuer nicht mit großartigen Zuwächsen", sagte Ernst Stölner, Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Großkücheneinrichter Österreichs (IGÖ), bei einem Pressegespräch anlässlich der "Gast 2001", der größten Gastronomiemesse in Österreich. In den vergangenen Jahren haben die 17 Mitglieder der IGÖ regelmäßig einen Umsatz- bzw. Produktionswert um die 2 Milliarden Schilling erwirtschaftet.

Die Branche hat sich heuer nicht nur regional, sondern auch strukturell sehr unterschiedlich entwickelt. Bei der Gemeinschaftsverpflegung melden die Firmen Auftrags- und Produktionsrückgänge von durchschnittlich 30 %.

Der Gastronomie- und Hotelleriebereich zeigt kein geschlossenes Bild. Der anspruchsvolle Tourismus im Westen hat sich positiv auf die Umsatzentwicklung der Mitglieder der IGÖ ausgewirkt. Obwohl sämtliche Betriebe bei den Investitionen vorsichtiger geworden sind, haben sie laufend investiert, um das Qualitätsniveau zu halten und international wettbewerbsfähig zu bleiben. "Diese Hotellerie kann ihr Qualitätsniveau nur dann halten, wenn sie rechtzeitig und in entsprechendem Maße investiert", stellte Stölner fest und unterstrich die gute Zusammenarbeit zwischen der Hotellerie und der Großkücheneinrichter.

Anders sieht die Situation jedoch abseits des gehobenen Bereiches und im Osten von Österreich aus. Hier müssen die Mitglieder der IGÖ deutliche Absatzrückgänge und leider auch eine schlechte Auftragslage verkraften.

Im Vorjahr hat die Branche unter stark gestiegenen Vormaterialpreisen und Treibstoffkosten gelitten. Diese Preise haben sich nun stabilisiert, allerdings auf hohem Niveau. Die Mitglieder der IGÖ verarbeiten nur hochwertige Chrom- und Nickelstähle. Diese Materialgruppe hat bei der Preisentspannung leider nicht mitgezogen.

Eine weitere deutliche Belastung für die Branche haben die hohen Lohnabschlüsse des Vorjahres, dargestellt. Umso erfreulicher ist es, dass die Mitglieder der IGÖ es verstanden haben, diesen Problemen mit den richtigen Konzepten auf dem Markt zu begegnen. "Unsere Mitglieder sind alteingesessene, dem Qualitätsgedanken verpflichtete Firmen, die in ganz Österreich vertreten sind und einen gerne gesehenen, verlässlichen Partner für Hotellerie und die öffentliche Hand darstellen", betonte Stölner abschließend. (mh)

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