Bösendorfer-Verkauf: Edlinger "erstaunt" über ungewöhnliches Schüssel-Engagement

Wien (SK) "Erstaunt" zeigte sich SPÖ-Budgetsprecher Rudolf Edlinger über das ungewöhnliche Engagement von Bundeskanzler Schüssel in der Causa der Klaviermanufaktur Bösendorfer, der ein Verkauf seitens des derzeitigen US-Eigentümers droht. "Hat der Bundeskanzler, dem ja bekanntlich nach eigenen Aussagen 'alte Schablonen' wie Lippizaner, Mozartkugeln und Neutralität nichts mehr wert sind, nun die Liebe zu österreichischen Traditionen entdeckt?" so Edlinger am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Es sei selbstverständlich wünschenswert, wenn der österreichische Traditionsbetrieb und somit auch 220 österreichische Arbeitsplätze erhalten blieben. Dennoch erscheine es verwunderlich, wenn der Hobby-Pianist Schüssel, der gemeinsam mit der Bundesregierung den Ausverkauf der ehemaligen verstaatlichten österreichischen Betriebe betreibt und den Verlust zahlreicher Arbeitsplätze im Inland in Kauf nimmt, nun plötzlich den Verkauf dieses vergleichsweise kleinen Betriebes zur Chefsache erklärt und eine 'österreichische Lösung' anstrebt, während er beim Verschleudern großer Industrieunternehmen mit tausenden Arbeitsplätzen keinen Finger rührte, kritisierte Edlinger.

"Es wäre sehr wünschenswert, wenn die Bundesregierung ein ähnliches Engagement auch bei der Erhaltung heimischer Industriearbeitsplätze und Konzernzentralen zeigen würde, anstatt erfolgreiche Unternehmen wie etwa die Austria Tabak ans Ausland zu verkaufen", schloss Edlinger. (Schluss) hm

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