Der Winter kann kommen: 48er bereit für Winterdienst

900 MitarbeiterInnen sind einsatzbereit

Wien, (OTS) Langsam, aber sicher naht der nächste Winter. Auch in Wien, bei der MA 48, sind die Vorbereitungen auf den Winterdienst abgeschlossen. Die 48er ist verpflichtet, auf allen Wiener Strassen ausgenommen die Autobahnen, Privatstrassen und Strassen nach § 53 der Bauordnung für Wien - den Winterdienst durchzuführen. Insgesamt auf über 2.800 Kilometer, das entspricht der Entfernung Wien-Lissabon und retour.

Das Wiener Winterdienstkonzept teilt diese gewaltige Straßenlänge in verschiedene Prioritäten, wobei Straßen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Bundesstrassen und Brücken mit eigenen Fahrzeugen vorrangig betreut werden. Dafür stehen 78 Streufahrzeuge mit Pflug zur Bewältigung von Schnee und Eis parat, unterstützt durch rund 178 Kleinfahrzeuge der Straßenreinigung für schmale Gassen. Bei Bedarf können auch noch 151 private Räumfahrzeuge für das Hauptstraßennetz zu Hilfe gerufen werden. Rund 900 Mitarbeiter der Straßenreinigung inklusive Aushilfskräfte stehen bereit, um dort händisch zu räumen, wo die Maschinen nicht hinkommen.

Wichtig: Hausbesitzer sind für Ihre Gehsteige selbst verantwortlich

Die Gehsteige sind gemäß der Straßenverkehrsordnung durch den angrenzenden Liegenschaftseigentümer zu betreuen. Ob sich dieser nun eines Hausbesorgers oder einer Privatfirma bedient, ist ihm überlassen. Wer hier seiner Verpflichtung nicht nachkommt und auf dem Gehsteig ein Unfall passiert, kann sich schnell mit Gerichten und Schadenersatzforderungen konfrontiert sehen.

Verschiedene Streumittel

Eine unvermeidliche Nebenerscheinung der weißen Pracht auf den Strassen, sind unter anderem diverse Streumittel. Das Streuen dient der Verringerung und der Vermeidung von witterungsbedingter Straßenglätte. Das mengenmäßig gebräuchlichste Streumittel ist Splitt, in Wien ein Dolomitgestein. Dieses abstumpfende Streumittel steigert den Kraftschluss zwischen Reifen und Fahrbahn um zirka 20 Prozent. Allerdings ist der Splitt schon nach ungefähr 400 Fahrzeugüberfahrten weggeschleudert, sodass nachgestreut werden muss. Dazu sorgt der liegengebliebene Streusplitt im Frühjahr regelmäßig für Staubbelästigungen.

Die 48er ist daher bemüht, in jeder Tauperiode, so schnell wie möglich, den Splitt wieder einzukehren. Dieser Splitt kommt in eine spezielle Waschanlage, wird dort gereinigt, gesiebt und kann im nächsten Jahr wiederverwendet werden.

Als Ergänzung, und teilweise als Ersatz für den Splitt, gibt es verschiedene Auftaumittel. Das im praktischen Einsatz Bestgeeignetste ist das Feuchtsalz-Verfahren. Diese Technologie hat sich in Wien bereits bestens bewährt. Auch verschiedene Studien belegen die Umweltverträglichkeit dieser Maßnahme. Sie beruht darauf, dass das trockene Streumaterial Natriumchlorid vor der Aufbringung mit einer Salzlösung angefeuchtet wird. Vorteile sind, der wesentlich geringere Salzverbrauch, die bessere Verteilung auf der Straße und die schnellere Wirkung. Auch kann das feuchte Material nicht ins Straßenbegleitgrün verweht, oder von den Fahrzeugen aus der Fahrspur geschleudert werden.

Im Rahmen der kontinuierlichen Erneuerung der Fahrzeugflotte, setzt die 48er seit einigen Jahren auf dieses Verfahren und beschafft für den Winterdienst-Fuhrpark nur mehr Fahrzeuge mit zusätzlicher Feuchtsalzausrüstung. Auf den Winterdienstlagerplätzen wurden bereits sukzessive Mischanlagen für die Herstellung und Abfüllung der Sole aufgestellt, sodass eine flächendeckende Versorgung sichergestellt ist.
(Schluss) bfm

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