Glawischnig: Prinzhorn hofiert Klimawandel-Leugner

Grüne fordern Bericht im Nationalrat zur Kyoto-Umsetzung

Wien (OTS) "Anstatt sich nach der Konferenz in Marrakesch endlich für konkrete Klimaschutzmaßnahmen einzusetzen, lädt der freiheitliche Nationalratspräsident Prinzhorn die bekanntesten Klimaeffekt-Leugner wie etwa Prof. Fred Singer oder Klaus Heiss zu einer Podiumsdiskussion ins Parlament”, kritisiert Eva Glawischnig, Umweltsprecherin der Grünen. Titel der Veranstaltung "Die Klimafalle - Bestandsaufnahme aus skeptischer Sicht". Diese so genannten Klimaforscher stehen seit Jahren unter Verdacht, von der Erdöl- und Kohleindustrie vorgeschickt zu sein, um den vor allem durch fossile Energieträger verursachten Treibhauseffekt abzustreiten. "Diese Einladung wirft eine bezeichnendes Licht auf die Umweltpolitik der FPÖ, drei Tage nach Abschluß des Klimakonferenz in Marrakesch", so Glawischnig.

Glawischnig wird daher im Donnerstag stattfindenden Umweltausschuß -nach Abschluss der Verhandlungen von Marrakesch, die ohnehin nur einen Minimalerfolg für den Klimaschutz darstellen - von Minister Molterer eine Klarstellung darüber verlangen, wie die Klimaschutzziele in Österreich erreicht werden sollen und wann das Kyoto-Protokoll ratifiziert wird.

Kritik übt die Umweltsprecherin erneut auch an der so genannten Informationskampagne "Klimaschutz ist Ehrensache” von Minister Molterer. "Mit dieser Kampagne macht sich der Umweltminister in Klimaschutzfragen vollends lächerlich. Bis heute wurde kein Klimaschutzpaket in Österreich umgesetzt, bis heute ist Österreich säumig, EU-Verpflichtungen zur Erreichung des Kyotoziles nachzukommen. Dafür soll Klimaschutz zur Ehrensache degradiert werden, statt harte politische Maßnahmen zu ergreifen", so Glawischnig

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