Leichtfried: Keine Schließung von Postämtern, kein Hinwegagieren über die Gemeinden

300 Mio. Schilling im Jahr sind nicht 700 Postämter und 2.000 Arbeitsplätze wert

St. Pölten, (SPI) - "300 Millionen Schilling Einsparungen pro Jahr sind nicht die Schließung von österreichweit 700 Postämtern und den Verlust von 2.000 Arbeitsplätzen bei der ‚Gelben Post' wert, zumal sich der Finanzminister auch noch freuen darf, hohe Mehreinnahmen im Budget erzielt zu haben. Das von der blauschwarzen Bundesregierung zwangsverordnete und mittlerweile die Arbeitslosigkeit fördernde ‚Null-Budget-Dogma' ist die wahre Ursache für die geplanten Postämterschließungen. Nicht zuletzt deshalb, weil der Post im Jahr 2000 eine Sonderdividende in der Höhe von 4,6 Mrd. Schilling einfach für den Haushalt weggenommen wurde. Diesen Betrag könnte man angesichts der guten Steuereinnahmen ja nun der Post zurückgeben und damit den Bestand unserer Postämter sichern", so SP-Lang. Mag. Günter Leichtfried.****

Immer unterträglicher wird jedenfalls die landesfeindliche Haltung der VPNÖ, welche sich komplett dem bundespolitischen Zusperrkurs untergeordnet hat und die Schließung von nicht weniger als 200 Postämtern in NÖ längst akzeptiert hat. Die Bevölkerung, die Bürgermeister und die Postbeschäftigten werden sowohl vom Landeshauptmann, als auch von den ÖVP-Mandataren im Stich gelassen. "Dass die FPÖ zu den von ihrer eigenen Ministerin betriebenen Zusperrorgie schweigt und nichts sagt, ist klar. Sie sagt und macht aber auch sonst recht wenig, was nur irgendwie dem Lande nützen könnte", zeigt sich Leichtfried wenig verwundert über das Stillschweigen der FPNÖ.

"Die beste Lösung für die Bevölkerung und die Postbeschäftigten ist der Erhalt der Postämter. Es würde aber auch schon genügen, wenn sich alle VP-Mandatare aus Niederösterreich im Parlament gegen die Schließung der Postämter aussprechen würden. Dann könnte Ministerin Forstinger ihre Zusperrverordnung wieder begraben und den Menschen in den Gemeinden blieben die Postämter und damit die Versorgungssicherheit mit Postdienstleistungen auch weiter gesichert", sieht Leichtfried ein durchaus realistisches Ausstiegsszenario aus der Postämterschließungsorgie.
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