StudentInnenzahlen: VSStÖ sieht schlimmste Befürchtungen bestätigt

VSStÖ-Schiessl: Gehrer-Aussage über MaturantInnen "hemmungslos zynisch" - Besorgnis erregender Rückgang an einzelnen Unis =

Wien (SK) Der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) ist nicht überrascht über den dramatischen Rückgang der Studierendenzahlen an Österreichs Universitäten. VSStÖ-Vorsitzende Eva Schiessl: "Unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich bestätigt." ****

An den Unis gebe es enorme Rückgänge bei den Erstinskriptionen: Die Uni Klagenfurt verzeichnet 30 Prozent Rückgang, knapp 20 Prozent weniger bei der Uni Salzburg, knapp 15 Prozent an der Uni Wien und an der Uni Innsbruck. Einzige "Gewinner" bei den Erstsemestrigen sind die Wiener Uni für Bodenkultur, die eine aufwändige Werbekampagne startete, und die kleine Montanuni Leoben, wo private Unternehmen gegen Arbeitsleistung der StudentInnen die Gebühren teilweise übernehmen.

Scharfe Kritik übt Schiessl an den "wie immer hemmungslos zynischen" Aussagen von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer: "Dass sich Bildungsministerin Gehrer über den dramatischen Rückgang der StudentInnenzahlen freut, ist wenig überraschend. Dass aber nun die Studiengebühren zu 'sorgfältigerer Lebensplanung' führen sollen, weil es bei den ErstinskribientInnen Rückgänge zwischen neun und 30 Prozent gibt, ist schon ein starkes Stück", so Schiessl. In Wahrheit zeigen die Zahlen, dass zusätzliche Hürden auf dem Weg zur Universität Opfer fordern, die nach Gehrer-Diktion "wegfallen". "Gehrer kann zufrieden sein: Sie hat tausenden jungen Menschen die Zukunft verbaut", so Schiessl.

Die heute veröffentlichten Zahlen zeigten den Vorsatz der blauschwarzen Bildungspolitik, Bildung zum Privileg zu machen. "Dagegen aufzutreten, heißt, das Bildungsvolksbegehren zu unterstützen, das noch bis Dienstag zur Unterzeichnung aufliegt", so Schiessl. (Schluss) wf/mm

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