Ruschpartie muss nicht sein

Vorsicht bei Schnee und Glatteis! Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) hat Tipps parat, wie Unfälle bei Eis und Schnee vermieden werden können

Wien (OTS) - Die Temperaturen lassen es bereits erahnen: Der
Winter kommt mit Riesenschritten. Und damit Eis und Schnee (und Chaos) auf Österreichs Straßen. Jährlich passieren rund 3.500 Unfälle mit Personenschaden, die auf schneebedeckte bzw. eisglatte Straßenverhältnisse zurückzuführen sind. Ganz so unberechenbar, wie es scheint, wäre aber selbst Glatteis nicht, wenn man sich an einige Regeln hält. Die wichtigsten: Fuß vom Gas, Abstand halten und Wintercheck machen lassen - und zwar bevor der erste Schnee kommt. Sobald die Außentemperaturen dauerhaft unter 10 Grad Celsius fallen, heißt es auch für's Auto warm anziehen! Winterreifen müssen her.

Worauf ist bei der Wintergarnitur zu achten?

Damit ein Winterreifen seiner Funktion auf Eis und Schnee nachkommen kann, gilt er nur bis zu einer Restprofiltiefe von 4mm als solcher. Bei geringerer Tiefe besteht akute Rutschgefahr. Außerdem müssen die "warmen Schuhe" für das Auto regelmäßig ausgetauscht werden. Winterreifen, die älter als 5 Jahre sind sollten überhaupt nicht mehr verwendet werden, da sich die Reifen im Lauf der Jahre erhärten und mit weniger Griffigkeit zu rechnen ist. Achtung:
Winterreifen brauchen einen um 0,2 bar höheren Luftdruck zur Stabilisierung der Lauffläche als Sommerreifen.

Wie schnell darf ich fahren?

Das KfV appelliert zu einem den Witterungsverhältnissen angepassten Fahrstil. Im Vergleich zur trockenen Fahrbahn gilt: Auf Schnee darf maximal die halbe Geschwindigkeit gefahren werden wie auf trockener Fahrbahn, bei Eis muss man sich auf ein Viertel der Geschwindigkeit reduzieren und den dreifachen Sicherheitsabstand einhalten. Sobald es glatt wird, sind sämtliche abrupten Bewegungen des Fahrzeuges zu vermeiden (starkes Bremsen, schnelles Lenken, ruckartiges Schalten). Vor allem vor Brücken, Kuppen, Tunnelausfahrten und Walddurchfahrten wird es gefährlich. Als Faustregel gilt: Vorausschauend und "weich" fahren, eine Fahrweise, die übrigens bei jedem Wetter angewendet werden darf...

Die Unfallbilanz der Vorwoche: 18 Tote während der vergangenen Woche, davon 9 zum Wochenende

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 12 PKW-Insassen (davon 10 Lenker), 1 Bus-Insasse, 1 Moped-Lenker und, 1 Radfahrer und 3 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit (9), Unachtsamkeit (3), Übermüdung (1), Fehlverhalten Fußgänger (1) und Sonstige (1) festgestellt werden. Bei einem Verkehrsunfall konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. 2 Fußgänger und ein Radfahrer kamen durch Fremdverschulden ums Leben. Alkoholisierung war bei zwei Unfällen Mitursache. 8 der 17 Verkehrsunfälle waren sogenannte "Alleinunfälle". 2 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet.

Vom 1. Jänner bis zum 11. November dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 831 Verkehrstote, (30-Tages-Fristabgrenzung bis Ende September berücksichtigt), im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 838 Menschen tödlich.

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Tel.: (01) 71 770/225
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Kuratorium für Verkehrssicherheit

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