VIER PFOTEN Aktion vor dem EU-Parlament in Strassbourg

VIER PFOTEN-Aktivisten aus der Schweiz, Österreich und Deutschland apellieren bei einer Protestkundgebung vor dem EU-Parlament in Strassbourg an den EU-Beitrittskandidaten Rumänien den grausamen Hundemord in Bukarest zu stoppen und zum erfolgreich begonnenen Kastrationsprogramm der VIER PFOTEN zurückzukehren!

Wien (OTS) - Seit 10 Uhr Ortszeit protestieren die Tierschützer
mit riesigen Transparenten vor dem EU-Parlament und werden eine Petition an Abgeordnete des Europäischen Parlaments übergeben. Es handelt sich dabei um eine weitere Aktion im Rahmen der VIER-PFOTEN Kampagne gegen die brutalen Hundetötungen in Bukarest. "Diese grausame Jagd auf unschuldige Tiere ist eines EU-Beitrittskandidaten unwürdig," betont VIER-PFOTEN-Projektleiter Josef Pfabigan. "Wir sind uns der momentanen weltpolitischen Lage wohl bewußt," meint Pfabigan, "aber es kann nicht sein, dass Europa tatenlos dabei zusieht, wie in Rumänien tausende Hunde sinnlos getötet werden."

Trotz massiver Proteste der VIER PFOTEN und anderer internationaler Tierschutzorganisationen werden auf Anordnung des Bürgermeisters von Bukarest Traian Basescu seit 19. April 01 in der Stadt streunende Hunde eingefangen und sofort nach Eintreffen in eines der beiden Tötungslager grausam umgebracht: Entgegen den Euthanasie-Beteuerungen Basescus werden hunderte Tiere - allen internationalen Richtlinien zum Trotz - täglich auf brutalste Art und Weise erschlagen oder zu Tode gespritzt. Den Beweis lieferte VIER PFOTEN auf Bildern vom illegalen Hundemassaker, das mit Hilfe von versteckten Kameras aufgenommen und aus den hermetisch abgeriegelten, vormals städtischen Tierheimen geschmuggelt worden sind.

Mit diesem Vorgehen stieß Basescu nicht nur unzählige StadtbewohnerInnen vor den Kopf, sondern brach einen Vertrag, den er selbst noch am 1. März dieses Jahres mit den VIER PFOTEN und der Fondation Brigitte Bardot unterzeichnet hatte. Dieser hätte die Kastration aller Straßenhunde vorgesehen und damit die einzig akzeptable - auch von internationalen Veterinärmedizinern geforderte - Lösung des Streunerproblems in Bukarest gewährleistet.

Durch die Straßen von Bukarest streunen derzeit ungefähr 100.000 herrenlose Tiere, die durch spärlich entlohnte Hilfskräfte für eine Kopfprämie wahllos eingefangen und getötet werden. Im Zuge dessen werden auch bereits von den VIER PFOTEN kastrierte Hunde oder sogar Haustiere, die sich gerade auf der Straße befinden, umgebracht. Zusätzlich werden jede Nacht Giftköder in den Straßen ausgelegt und die so umgebrachten Hunden in den folgenden Morgenstunden eingesammelt. VIER-PFOTEN-Projektleiter Pfabigan ist entsetzt über die Situation vor Ort: "Dieses Gemetzel ist erschreckend und sinnlos, da die Hunde sich ebenso rasch vermehren wie sie umgebracht werden."

Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN wurde im Frühjahr 1988 als Verein in Wien von Helmut Dungler gegründet und finanziert sich seit damals ausschließlich durch private Spendengelder. Rund 45 Millionen Schilling wurden im Jahr 2000 als Spendengelder lukriert, wovon ca. die Hälfte für konkrete Projekte und laufende Kampagnen im In- und Ausland verwendet wurden. Das übrige Budget floß in Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärungsarbeit. Überraschende Ergebnisse brachte zu Beginn des heurigen Jahres die umfassende Recherche über Schweinehaltung in Österreich, die in die Aufdeckung des Schweineskandals in Österreich und Bayern mündete. Seit dem Sommer 1999 ist VIER PFOTEN eine unabhängige Stiftung: Sie verfügt mittlerweile über Büros in Deutschland, Rumänien und der Schweiz. Derzeit versuchen in Österreich 30 fix angestellte Mitarbeiter und eine wechselnde Anzahl an freiwilligen Helfern Verbesserungen in der Tierschutzgesetzgebung zu erreichen und Konsumverhalten sowie Bewußtsein der Bevölkerung positiv zu beeinflussen.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Jutta Zachar
VIER PFOTEN
Sechshauserstr. 48, 1150 Wien
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Tel: 01-8950202-33
Fax: 01-8950202-99
mailto: jutta.zachar@vier-pfoten.at
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