Schwarzböck: Bauern wollen sichere Tierproduktion

Sinnvolle Arbeitsteilung zwischen Tierarzt und Tierhalter notwendig

Wien, 9. November 2001 (AIZ). - "Österreichs Bauern wollen eine sichere Tierproduktion zu konkurrenzfähigen Bedingungen. Deshalb müssen die Arbeiten für eine zentrale Ausrichtung der Tiergesundheitsdienste und Modernisierung der Tiergesundheitsdienstprogramme weitergeführt werden. Denn auf diesem Wege sind am ehesten die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für eine wettbewerbsfähige Tierproduktion unter den gegebenen österreichischen Strukturen erreichbar", erklärte heute der Vorsitzende der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern, Rudolf Schwarzböck, zu den laufenden Gesprächen über geplante Maßnahmen im Bereich Tiergesundheit. ****

Konkret geht es darum, dass im Rahmen von Tiergesundheitsdiensten neben der amtlichen Überwachung der Sicherheit tierischer Erzeugnisse eine laufende Überwachung auf Ebene des landwirtschaftlichen Betriebs erfolgt. "Eine zeitgemäße Bestandsbetreuung in größeren Beständen lebt auch von einer sinnvollen Arbeitsteilung zwischen Tierarzt und Tierhalter. Wir fordern daher in den betreffenden Bereichen die systematische Weiterentwicklung dieser Bestandsbetreuung im Rahmen von Tiergesundheitsdiensten", betonte Schwarzböck.

Die Abgeltung von Beratungsleistungen, die in Form von regelmäßigen Betriebsvisiten am Hof erbracht werden, sei im Rahmen von modernen Betreuungsverhältnissen in Partnerschaft zwischen Tierärzten zu regeln. Diese Visiten sollten eine Bestandsaufnahme, Prognose sowie Diagnose und Therapie in einem vorgegebenen Plan umfassen. "Dies erfordert aber auch die Bereitschaft zur Einbindung des Tierhalters in die Therapie und Arzneimittel-Anwendung nach den Vorgaben des Tierarztes", stellte Schwarzböck fest.

Neugestaltung der Honorarordnung

"Die Präsidentenkonferenz fordert die Neugestaltung der Honorarordnung für die Bestandsbetreuung im Tiergesundheitsdienst. Es muss zu einer Abkopplung der Verrechnung von tierärztlichem Beratungshonorar und Arzneimittelkosten kommen. Eine Senkung der Spannen für Tierarzneimittel ist unverzüglich zur Verhinderung von Umgehungen, etwa durch Einfuhren von Billigprodukten oder nicht zugelassenen Mitteln, notwendig", so Schwarzböck. Die Präsidentenkonferenz habe in diesem Zusammenhang wiederholt auf unterschiedliche Spannen zwischen Human- und Veterinärarzneimitteln, aber auch zum benachbarten Ausland verwiesen und die Anpassung auf allen Handelsstufen gefordert.
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