Knafl: Zu den Pensionsverhandlungen: Die Minister Mag. Haupt und Mag. Grasser sind für die Schwierigkeiten bei den Verhandlungen verantwortlich!

Wien (OTS) - Für die Schwierigkeiten, die bei den Verhandlungen über die Pensionsanpassung für das Jahr 2002 auftreten, sind die Bundesminister Mag. Haupt und Mag. Grasser verantwortlich, erklärte der Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, LH-Stv.a.D. Stefan Knafl.

Es gibt dafür zwei Gründe:

1) Bei der Erstellung und Beschlussfassung des Bundesbudgets für das Jahr 2002 war ersichtlich, dass die Inflationsrate für den Zeitraum 1. August 2000 bis 31. Juli 2001 deutlich höher sein wird, als der von der Kommission für langfristige Pensionssicherung festzustellende Pensionsanpassungsfaktor.

Trotz dieser Tatsache wurde im Budget 2002 keine Position für den Wertausgleich vorgesehen. Zu diesem Zeitpunkt war der Konjunktureinbruch nicht in Sicht und der Terrortag 11.9.2001 mit seinen katastrophalen Auswirkungen noch in weiter Ferne.

2)Die vom Sozial- und Finanzministerium betriebene und von der Mehrheit der Kommissionsmitglieder unterstützte Änderung des Pensionsanpassungsfaktors für das Jahr 2000 von 0,6 % auf 1,1 % würde Hunderttausenden Pensionisten etwas nehmen, das sie überhaupt nicht oder nur zum Teil erhalten haben. Diese Vorgangsweise ist gesetzlich nicht gedeckt und könnte mit der Aneignung fremden Eigentums zu vergleichen sein. Ohne dies mit dem Wort "Diebstahl" bezeichnen zu wollen, ist jedenfalls klar, dass sich diese unverständliche Maßnahme zum Nachteil Hunderttausender Pensionisten auswirkt- groteskerweise aber zum Vorteil noch im Erwerbsleben stehender und erst in Pension gehender Versicherten.

Von der Bundesregierung erwartet sich Bundesobmann Stefan Knafl, dass sie

1.die nicht sehr verantwortungsbewusste Vorgangsweise der Minister Haupt und Grasser bei der Budgeterstellung und

2.eine Aneignung fremden Eigentums nicht unterstützt.

Der Österreichische Seniorenbund ist aber bereit, bei der Pensionsanpassung für das Jahr 2002, die in der Zwischenzeit eingetretenen zusätzlichen Anforderun-gen an das Budget 2002 in seinen Überlegungen zu berücksichtigen, da der Grundsatz der Bundesregierung, die Schuldenpolitik ist zu beenden, auch vom Österreichischen Seniorenbund unterstützt wird.

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