IBK-Wettbewerb: Vorarlberger Projekte erfolgreich BILD

LH Sausgruber: Sieben Preise im Gesamtwert von über 250.000 Schilling gehen ins Ländle

St. Gallen (VLK) - Am Freitag, 9. November 2001, fand auf
der INTERTECH St. Gallen die Preisverleihung des Nachhaltigkeitswettbewerbs der Internationalen
Bodenseekonferenz (IBK) statt. Mit 26 von insgesamt 121 Wettbewerbseinreichungen war die Vorarlberger Beteiligung im Vergleich zu anderen Regionen außergewöhnlich hoch. Landeshauptmann Herbert Sausgruber zeigte sich über den Vorarlberger Erfolg erfreut: "Sieben Preise im Gesamtwert von
über 250.000 Schilling (18.100 Euro) gehen ins Ländle". ****

Der Preis ist im Rahmen der Bodensee Agenda 21
ausgeschrieben worden. Die Bodensee Agenda ist eine
gemeinsame Initiative der Länder rund um den Bodensee für
eine ressourcensparende, umwelt- und sozialverträgliche Regionalentwicklung. Der Wettbewerb zum Thema "Nachhaltige Entwicklung in Wirtschaft und Verkehr" soll beispielhafte
Projekte auf diesem Gebiet auszeichnen. Sausgruber: "Die rege Vorarlberger Beteiligung zeigt, wie aktiv viele Vorarlberger Gemeinden aber auch Firmen und Einzelpersonen ihre Zukunft in Richtung Nachhaltigkeit gestalten".

Die Vorarlberger Preisträger

Kategorie Rio Lösung, Preisgeld je 42.000 Schilling (gut
3.000 Euro):
- Lebenswert leben in Langenegg: Zielgerichtet wird in der Bregenzerwald-Gemeinde Langenegg durch das Projekt die
Nahversorgung und die regionale Wirtschaftskraft gestärkt,
Betriebe und Arbeitskräfte in der Region gehalten und zudem
der Ortskern attraktiver gestaltet.

Kategorie Rio Baustein, Hauptpreis für besonders
gelungene, beispielhafte oder originelle Ansätze, Preisgeld
je 42.000 Schilling (gut 3.000 Euro):
- Rebaumarkt St. Gallen/Carla Möbel, Caritas Vorarlberg:
Langzeit-Arbeitslose sammeln Altmöbel, die sie restaurieren
oder reparieren und dann zum Verkauf anbieten. Im Elektro-und Sanitärbereich werden Geräte zerlegt und in einem
Geräteteillager repariert und verkauft.
- Bio Bauern Sulzberg: 16 Biobauern versorgen die Bevölkerung
mit regionalen und ökologischen Produkten. Die Vermarktung
der Produkte wird gemeinsam durch die Genossenschaft
betrieben. Dadurch werden Arbeitsplätze im ländlichen Gebiet geschaffen und die Existenzgrundlage der Biobauern im
Bregenzerwald gesichert.
- Arbeitsgruppe land.mobil: Die Arbeitsgruppe land.mobil
macht den Landesbediensteten Lust darauf, das Auto stehen zu
lassen und zu Fuß, mit dem Fahrrad, der Bahn oder mit dem Bus
zur Arbeit zu fahren. Mit attraktiven Aktionen wird der
Umstieg schmackhaft gemacht.
- Walgauer Schatzsuche: Mit der "Walgauer Schatzsuche" werden
die Bürgerinnen und Bürger der Region mit dem Angebot des öffentlichen Verkehrs vertraut gemacht. Gleichzeitig erfolgt
eine Verknüpfung mit regionalen nachhaltigen Aktivitäten und Projekten in der Region, die im Rahmen der Schatzsuche mit
dem ÖPNV besucht werden.

Kategorie Rio Baustein, Preis für gute, richtungsweisende Ansätze in Sachen Nachhaltigkeit, Preisgeld je ATS 21.000
Schilling (1.500 Euro):
- Einheimische und Gäste kaufen in Sonntag ein: Urlauber
können schon von ihrem Reiseantritt vom Heimatort aus beim Lebensmittelhändler in der Gemeinde Sonntag Lebensmittel
bestellen, die rechtzeitig zu ihrer Ankunft in die Unterkunft geliefert werden. Dadurch soll der örtliche Lebensmittelladen
so gestärkt werden, dass er als Nahversorger auch für die Einheimischen erhalten bleibt.
- Das Fahrrad als Ökomobil: Firmenmitarbeiter der Wolford AG
wurden über ihre Mobilitätsgewohnheiten und Motivationen zum Umstieg auf alternative Verkehrsmittel befragt. Daraus
resultierend wurden Firmenfahrräder angeschafft, Fahrradabstellplätze erweitert, eine Service- und
Reparaturstation eingerichtet und der Betrieb ans öffentliche Verkehrsnetz angebunden.

Weitere Informationen: Büro für Zukunftsfragen (Regionale Anlaufstelle der Bodensee Agenda 21), Weiherstraße 22, 6900
Bregenz (Telefon 05574/511-20611, Fax: 05574/511-920695; e-
mail: martin.strele@vorarlberg.at)
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