Fallent: Weltbevölkerungsbericht - Globalisierung bringt Armut

Durch die Konzentration von Kapital, Macht und Ressourcen werden Arme immer ärmer und Reiche immer reicher

Wien, 2001-11-09 (fpd) - "Wir leben in einer Zeit zunehmender Globalisierung und Zentralisierung. Dies führt immer mehr zur Konzentration von Macht, Kapital und Ressourcen" erklärte heute der freiheitliche Sprecher für Entwicklungspolitik, Abg. Ing. Gerhard Fallent anläßlich der Präsentation des Weltbevölkerungsberichtes 2001 am 7. November 2001.

20 % der Menschheit verbrauchen 80 % der gesamten Ressourcen dieser Welt. Globalisierung bringt daher noch mehr Armut mit sich und schafft Abhängigkeit. Diese Entwicklung steht im krassen Widerspruch zu einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Entwicklung, bei der es darum geht, Leben gerechter und werteorientierter zu gestalten.

"Globalisierung hat sich daher in Zukunft verstärkt mit sozialen und ökologischen Aspekten zu beschäftigen, d. h., die reichen Länder haben ihren Ressourcenverbrauch drastisch zu reduzieren, Güter zu verteilen, Wissen zu vermitteln und zukunftsfähige Technologien und Know-how zur Verfügung zu stellen", so Fallent weiter. "Dabei ist darauf zu achten, daß unsere Unterstützung auf die jeweiligen Lebensbedingungen und Möglichkeiten in den Entwicklungsländern Rücksicht nimmt. Diese Vorgehensweise ist die einzige Möglichkeit, dauerhaft tragfähige Strukturen zu schaffen, die durch ihre dezentrale Konzeption Wertschöpfung erzeugt und Kaufkraft regional bindet."

Um dem rasanten Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern Einhalt zu gebieten, ist der Aufbau von sozialen Strukturen sowie ein besserer Zugang zu medizinischen Einrichtungen und Bildung erforderlich. Dabei sind im Besonderen die Rechte der Frauen zu stärken. "Nur so können die Rahmenbedingungen für eine kontrollierte Familienplanung geschaffen werden", ist sich der entwicklungspolitische Sprecher sicher. "Die dadurch entstehende Verlangsamung des Bevölkerungswachstums würde auch positive Auswirkungen auf unsere Umwelt mit sich bringen."

"Angesichts der weltweiten Gewalt und der jüngsten Terroranschläge muß uns allen klar sein, daß Lebensqualität, Sicherheit und Frieden nur dauerhaft erhalten werden kann, wenn wir uns stärker für die Bekämpfung der weltweiten Armut und Ungerechtigkeit einsetzen. Das bedeutet, daß wir die staatlichen Beiträge erhöhen und die hohe Spendenbereitschaft der österreichischen Bevölkerung erhalten müssen," betonte Fallent.

"Entwicklungszusammenarbeit braucht eine Lobby - eine Lobby der Vernunft, Verantwortung und Menschlichkeit", so Fallent abschließend. (Schluß)

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