Csörgits über FlexPower-Projekt des ÖGB sehr erfreut

Frauen finden sich überdurchschnittlich in atypischen Beschäftigungsverhältnissen

Wien (OTS) - Äußerst erfreut ist ÖGB-Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin Renate Csörgits über das heute startende Forschungs-und Beratungsprojekt des ÖGB für neue Selbständige und freie DienstnehmerInnen. "Frauen sind überdurchschnittlich in atypischen Beschäftigungsverhältnissen zu finden. Sie haben deshalb auch besonders großen Bedarf an einer kompetenten Beratung", so Csörgits. Gleichzeitig verlangt Csörgits den vollen Einbezug der beiden Beschäftigtengruppen in das Arbeitsrecht und den sozialrechtlichen Schutz. ++++

Fast ein Drittel der Beschäftigten arbeitet hierzulande bereits atypisch. Die Mehrheit davon sind Frauen. Häufig bleibt den Frauen, insbesondere beim Wiedereinstieg, nichts anderes übrig als über atypische Beschäftigungsformen in den Arbeitsmarkt einzusteigen. Andererseits fragen Frauen oft gezielt nach atypischen Beschäftigungsformen um Beruf und Familie besser vereinen zu können. Vor allem Teilzeitarbeit und geringfügige Beschäftigung sind mit einem Anteil an weiblichen Beschäftigten von über 70 Prozent klare "Frauensache". Bei den neuen Selbständigen und freien DienstnehmerInnen ist die geschlechtsspezifische Verteilung relativ ausgewogen. Allerdings dürfte es auch hier so sein, dass die Männer eher in den lukrativen und die Frauen in den weniger gut bezahlten Bereichen zu finden sind. "Bislang gibt es darüber keine genauen Daten. Das einjährige Forschungsprojekt, das gleichzeitig mit der Beratung heute startet, wird auch darüber Aufschlüsse geben," freut sich Csörgits.

Die ÖGB-Frauen selbst sind ebenfalls aktiv, um die Öffentlichkeit auf die Probleme der atypisch Beschäftigten aufmerksam zu machen. Gemeinsam mit den AK-Frauen veranstalten sie am 20. November eine Enquete, in der die Probleme von Frauen in atypischen Beschäftigungsverhältnissen thematisiert werden. "Atypisch darf nicht prekär heißen. Wir setzen Aktivitäten im Rahmen unserer Handlungsmöglichkeiten. Gleichzeitig fordern wir, dass Parlament und Regierung die notwendigen Schritte zur Verbesserung der sozial- und arbeitsrechtlichen Absicherung der atypisch Beschäftigten setzen", so Csörgits abschließend. (mfr)

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