Prammer zu Schüssel: Kann keine Maßnahmen erkennen, die den Mut zum Kind fördern

Wien (SK) "Mehr Mut zu Kindern lässt sich nicht herbeireden - und die bisherigen Maßnahmen der Regierung sind eher Angst machend", konterte heute SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer auf die Aussagen Bundeskanzler Schüssels zu den Ergebnissen der Volkszählung. "Um Kind und Beruf unter einen Hut bringen zu können, brauchen Frauen Kinderbetreuungsplätze, Weiterbildungsmaßnahmen und Wiedereinstiegsprojekte. Die Regierung, allen voran Sozialminister Herbert Haupt, geht aber einen völlig anderen Weg." ****

Der Bundeskanzler, so Prammer, möge in diesem Zusammenhang seinen Sozialminister nach den gefährdeten AMS-Projekten für Wiedereinsteigerinnen befragen, oder nach dem hartnäckigen Negieren der Notwendigkeit eines weiteren Ausbaus der Kinderbetreuungsplätze. "Der Bedarf danach ist eine Tatsache, die bereits bei der letzten Volkszählung vom Österreichischen Statistischen Zentralamt erhoben wurde."

"Geradezu grotesk ist es, dass Schüssel aus den Ergebnissen der Volkszählung zwar zum richtigen Schluss kommt, nämlich danach zu trachten, die Menschen länger im Erwerbsprozess zu halten, den Schritt in die richtige Richtung aber offensichtlich nicht schafft. Und der wäre nur gegeben, wenn konsequent versucht wird, Frauen zur Erwerbstätigkeit zu bringen und die Möglichkeiten, sie in der Erwerbstätigkeit zu halten zu verbessern", erläuterte Prammer. (Schluss) se/mp

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