Ludwig zu Haupt: Problem erkannt, aber Maßnahmen gehen in falsche Richtung

Zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind Kindergartenplätze notwendig

Wien (SPW) "Frauenminister Haupt hat zwar das Problem richtig erkannt, nämlich dass es nach wie vor schwierig ist, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Die Maßnahmen der blauschwarzen Bundesregierung tragen aber nicht dazu bei, dieses Problem zu lösen, sondern sie verschärfen das Problem", kommentierte die Frauensprecherin der SPÖ Wien, LAbg. Martina Ludwig am Mittwoch die Aussagen von Frauenminister Herbert Haupt. "Zuerst wird die Kindergartenmilliarde gestrichen und dann werden Maßnahmen seitens der Gemeinden gefordert, für mehr Familien- und Kinderfreundlichkeit zu sorgen. Damit will sich der Frauenminister aus seiner Verantwortung stehlen", kritisierte Ludwig.****

"Kindergeld einzuführen und gleichzeitig die Kindergartenmilliarde zu streichen, trägt nicht zur besseren Vereinbarkeit von Kind und Job bei, sondern drängt Frauen aus dem Berufsleben", verwies die SPÖ Wien-Frauensprecherin auf die "verfehlte Frauenpolitik" der Bundesregierung. "Wenn der Herr Frauenminister meint, es müsse mehr kinder- und familienfreundliche Gemeinden geben, dann kann er sich Wien als Vorbild nehmen", so Ludwig gegenüber dem Pressedienst der SPÖ Wien. "In Wien gibt es österreichweit das dichteste Netz an Kinderbetreuungseinrichtungen und hier gibt es auch die mit Abstand höchste Frauenerwerbsquote Österreichs. Von Frauenminister Haupt erwarte ich mir, dass er Rahmenbedingungen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf schafft. Das heißt zum Beispiel: Ausbau von Kindergartenplätzen in ganz Österreich und Unterstützung von Frauen beim Wiedereinstieg nach der Karenz. Audits zur Steigerung der Familien- und Kinderfreundlichkeit von Gemeinden haben wenig Sinn, wenn die Bundesregierung die dafür nötigen Voraussetzungen schafft", so Ludwig abschließend. (Schluss) gd

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