VIER PFOTEN Protestkundgebung heute vor der rumänischen Botschaft in Wien.

Die Tierschutzorganisation fordert den grausamen Hundemord in Bukarest zu beenden! Der rumänische Botschafter Traian Chebeleu übernimmt die Protestnote der VIER PFOTEN.

Wien (OTS) - VIER PFOTEN Aktivisten halten vor der rumänischen Botschaft heute um 10.30 eine Protestkundgebung ab. Riesige Transparente mit Abbildungen von getöteten Tieren illustrieren dramatisch die Situation in Bukarest. Der rumänische Botschafter nahm die Protestnote der Tierschützer und die zahlreichen persönlichen Unterstützungserklärungen von Politikern und Prominenten entgegen mit der Zusage diese an den rumänischen Premierminister Dr. Adrian Nastase weiterzuleiten. "Jetzt liegt es in den Händen des Premierministers diese brutalen Tötungen zu stoppen," betont VIER-PFOTEN-Projektleiter Josef Pfabigan.

Trotz massiver Proteste der VIER PFOTEN und anderer internationaler Tierschutzorganisationen werden auf Anordnung des Bürgermeisters von Bukarest Traian Basescu seit 19. April 01 in der Stadt streunende Hunde eingefangen und sofort nach Eintreffen in eines der beiden Tötungslager grausam umgebracht: Entgegen den Euthanasie-Beteuerungen Basescus werden hunderte Tiere - allen internationalen Richtlinien zum Trotz - täglich auf brutalste Art und Weise erschlagen oder zu Tode gespritzt. Den Beweis lieferte VIER PFOTEN auf Bildern vom illegalen Hundemassaker, das mit Hilfe von versteckten Kameras aufgenommen und aus den hermetisch abgeriegelten, vormals städtischen Tierheimen geschmuggelt worden sind.

Mit diesem Vorgehen stieß Basescu nicht nur unzählige StadtbewohnerInnen vor den Kopf, sondern brach einen Vertrag, den er selbst noch am 1. März dieses Jahres mit den VIER PFOTEN und der Fondation Brigitte Bardot unterzeichnet hatte. Dieser hätte die Kastration aller Straßenhunde vorgesehen und damit die einzig akzeptable - auch von internationalen Veterinärmedizinern geforderte - Lösung des Streunerproblems in Bukarest gewährleistet.

Durch die Straßen von Bukarest streuen derzeit ungefähr 100.000 herrenlose Tiere, von denen täglich rund 200 von ihnen durch spärlich entlohnte Hilfskräfte, die für jeden Vierbeiner eine Kopfprämie erhalten, wahllos eingefangen und getötet werden. Im Zuge dessen werden auch bereits von den VIER PFOTEN kastrierte Hunde oder sogar Haustiere, die sich gerade auf der Straße befinden, umgebracht. Zusätzlich werden jede Nacht Giftköder in den Straßen ausgelegt und die so umgebrachten Hunden in den folgenden Morgenstunden eingesammelt. VIER-PFOTEN-Projektleiter Pfabigan ist entsetzt über die Situation vor Ort: "Dieses Gemetzel ist erschreckend und sinnlos, da die Hunde sich ebenso rasch vermehren wie sie umgebracht werden."

Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN wurde im Frühjahr 1988 als Verein in Wien von Helmut Dungler gegründet und finanziert sich seit damals ausschließlich durch private Spendengelder. Rund 45 Millionen Schilling wurden im Jahr 2000 als Spendengelder lukriert, wovon ca. die Hälfte für konkrete Projekte und laufende Kampagnen im In- und Ausland verwendet wurden. Das übrige Budget floß in Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärungsarbeit. Überraschende Ergebnisse brachte zu Beginn des heurigen Jahres die umfassende Recherche über Schweinehaltung in Österreich, die in die Aufdeckung des Schweineskandals in Österreich und Bayern mündete. Seit dem Sommer 1999 ist VIER PFOTEN eine unabhängige Stiftung: Sie verfügt mittlerweile über Büros in Deutschland, Rumänien und der Schweiz. Derzeit versuchen in Österreich 30 fix angestellte Mitarbeiter und eine wechselnde Anzahl an freiwilligen Helfern Verbesserungen in der Tierschutzgesetzgebung zu erreichen und Konsumverhalten sowie Bewußtsein der Bevölkerung positiv zu beeinflussen.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Jutta Zachar
VIER PFOTEN
Sechshauserstr. 48
1150 Wien
Tel: 01-8950202-33
Fax: 01-8950202-99
jutta.zachar@vier-pfoten.at

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