Neuer AGEZ-Vorstand gewählt

- Mitgliederversammlung der AGEZ verabschiedete Resolutionen zu Afghanistan und zu neuem Entwicklungszusammenarbeits-Gesetz - Aufnahme neuer Mitglieder: WWF Österreich und Jugend Eine Welt Don Bosco

Wien (OTS) - Die Mitgliederversammlung der AGEZ hat am 6. November 2001 einen neuen Vorstand für zwei Jahre gewählt. Der bisherige AGEZ-Vorsitzende Heribert Steinbauer wurde für eine weitere Funktionsperiode bestätigt. Seine StellvertreterInnen sind Traude Novy (Vorsitzende von TransFair) und Robert Zeiner (Geschäftsführer von Horizont3000).

Weitere Mitglieder im Vorstand sind Helmut Adam (dzt. Geschäftsführer von TransFair, designierter GF der Südwind-Agentur ab Februar 2002), Hannah Golda (Koordinatorin von WIDE Österreich), Eva Klawatsch-Treitl (Vorsitzende der Dreikönigsaktion), Johanna Mang (Geschäftsführerin von CARE Österreich) und Gottfried Mernyi (Vorsitzender der Evangelischen Entwicklungszusammenarbeit).

Die Vollversammlung verabschiedete eine Resolution zum neuen Entwicklungszusammenarbeits-Gesetz, in der insbesondere die fehlende Festschreibung der schrittweisen Erhöhung der öffentlichen Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit auf 0,7% des BIP bis zum Jahr 2010 gefordert wird, sowie eine verbesserte Parteienstellung der NGOs. (Der Volltext kann bei der AGEZ angefordert werden).

Die zweite Resolution betrifft Afghanistan. Die Terroranschläge vom 11. September in New York und Washington haben tausenden unschuldigen Menschen das Leben gekostet. Eine weltweite Koalition gegen den Terrorismus war die Folge, aber auch Militarismus sowie ein bedenklicher Umgang mit Grundlagen der Rechtsstaatlichkeit nahmen in vielen Staaten überhand. Der Krieg gegen Afghanistan und die Sorge des Einsatzes von biologischen Waffen führten zu weltweiter Unsicherheit und Angst.

Die VertreterInnen der AGEZ wollen auf das Leiden unschuldiger Menschen hinweisen, die in diesen Tagen in Afghanistan zu Opfern wurden oder als Flüchtlinge Schutz suchen. Ihr Leid wird in den nächsten Wochen mit dem beginnenden Winter in Afghanistan noch verschärft.

Wir fordern dringlich, daß Österreich dazu beiträgt, die Möglichkeiten der internationalen Organisationen voll zu nutzen um das Leid der Menschen in Afghanistan und die Not der Flüchtlinge an den Grenzen Afghanistans zu verringern. Angesichts des ungeheuren Flüchtlingselends darf Österreich nicht daran denken, seine Asylbestimmungen zu verschärfen.

Wer Terror nicht will muß dort ansetzen, wo oft die Wurzeln des Terrorismus zu suchen sind: Armut, Hunger, Elend und Ungerechtigkeit. Nachhaltige Entwicklungspolitik ist als Aufgabe der reichen Länder dringlicher denn je. Die Kinder der Flüchtlinge aus Afghanistan dürfen nicht zur nächsten Generation des Terrors heranwachsen.

Die Mitgliederversammlung hat WWF Österreich und Jugend Eine Welt-Don Bosco Aktion Austria als neue Mitgliedsorganisationen aufgenommen.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Elfriede Schachner
AGEZ-Geschäftsführerin
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