LHStv. Prokop zum Jugendschutzgesetz:

Kampf gegen Alkohol statt Drogen-Freigabe

St.Pölten (NLK) - Aus Anlass der Novellierung des NÖ Jugendschutzgesetzes wies Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop erneut darauf hin, dass die Jugend durch Gesetze nicht kriminalisiert, sondern unterstützt und ihr dadurch geholfen werden soll.

"Wenn auch manchmal einzelne auffällig gewordene Jugendliche medial als ‚die heutige Jugend‘ bezeichnet werden, so muss festgestellt werden, dass junge Menschen heute in ihren Stärken, Kompetenzen und in ihren moralischen Aussprüchen nicht selten denen vieler Erwachsener überlegen sind. Und gerade sie bedürfen unseres Schutzes - des Schutzes der Erwachsenen. "Deshalb werden wir zum Beispiel das Schutzalter für den Alkoholkonsum von 15 auf 16 Jahre anheben und die Strafen für Erwachsene, die den Jugendlichen dies erlauben oder sie dazu verführen, wesentlich erhöhen."

Gerade der Alkohol hat heute gesellschaftlich eine akzeptierte Tradition und wird kaum als Droge empfunden. Und doch ist er die am häufigsten konsumierte Droge und steht weit vor den Designerdrogen. Eine erst kürzlich veröffentlichte Studie weist aus, dass in Niederösterreich 92,2 Prozent der unter 16-Jährigen schon Alkohol konsumiert haben. Den ersten Alkoholkonsum haben 10 Prozent der 3-bis 6-jährigen Kinder, 29,5 Prozent der 7- bis 10-jährigen und 32,6 Prozent der 11- bis 13-jährigen. Untersuchungen des Kindergesundheitsberichtes haben ergeben, dass bereits 69 Prozent der 15-jährigen Burschen schon einmal einen Rausch gehabt haben.

"Diese Zahlen müssen uns nachdenklich machen, müssen uns anregen, über Aktivitäten gegen den Alkoholkonsum und nicht über die Freigabe anderer Drogen nachzudenken", so Prokop.

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