Windholz: "Temelin-Umfaller von Molterer unfaßbar!"

Sogar LH Erwin Pröll hat noch im August Veto nicht ausgeschlossen

St. Pölten (OTS) - "Die FPNÖ hält am Veto gegen einen EU-Beitritt Tschechiens, falls das AKW Temelin nicht stillgelegt wird, fest!", erklärte heute Landesparteiobmann Ernest Windholz. Daran könne auch die "temelinfreundliche" und damit "landesfeindliche" Haltung von VP-Minister Molterer nichts ändern. Windholz betonte erneut, daß das Volksbegehren als überparteiliche Initiative gedacht sei und fordert einen "nationalen Schulterschluss" gegen den bereits von unzähligen technischen Gebrechen heimgesuchten tschechischen "Schrottmeiler". ****

Das Volksbegehren der drei FPÖ-Landesgruppen Niederösterreich, Wien und Oberösterreich sei jedenfalls nicht gegen die tschechische Bevölkerung gerichtet, die durch diesen Reaktor ebenfalls stark gefährdet sei. "Das ist keine Frage von FPÖ ja oder FPÖ nein, sondern ein Angebot an die Bevölkerung, ihre Ängste vor der drohenden Gefahr öffentlich artikulieren zu können!"

Umso mehr wundere er, Windholz, sich über diesen plötzlichen "Umfaller" der Volkspartei, habe doch der niederösterreichische Landeshauptmann Pröll noch am 16. August in einer Wiener Tageszeitung erklärt "ein Veto nicht mehr auszuschließen, falls beinharte, aber faire Gespräche scheiterten". Und auch der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider habe erst kürzlich dezidiert festgestellt, daß "das letzte Wort immer der Bürger haben müsse, ob Temelin oder EU-Erweiterung". Im Falle eines Beitritts zur Europäischen Union sei Tschechien "großer Gewinner", es mute daher seltsam an, wenn tschechische Politiker einen Schrottmeiler aus reinen Prestigegründen vor das Wohlergehen ihres eigenes Volkes stellen wollen, wenn sie die "Vetogefahr" ignorieren, schloß Windholz.

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