Chemiegewerkschaft fordert Verbesserungen für SchichtarbeiterInnen

Beschlussfassung zum Abschluss des Gewerkschaftstages

Wien (GdCH/ÖGB). Dem Ausbau und die Verbesserung des Nachtschwerarbeitsgesetzes ist ein Antrag gewidmet, über den morgen von Delegierten am Abschlusstag des Chemiearbeitergewerkschaftstages in Wien Oberlaa abgestimmt wird.++++

Weiters wird die Angleichung der Löhne und der Rahmenbedingungen zwischen den einzelnen Kollektivverträgen im speziellen bei der Glashüttenindustrie und Glasbe- und verarbeitung gefordert. Die ArbeitnehmerInnenvertreter verlangen "deutlich spürbare Lohnsteuersenkungen noch in dieser Legislaturperiode." Österreichs ArbeitnehmerInnen werden im laufenden Jahr um 35 Millarden Schilling mehr Lohnsteuer als im Jahr davor an den Finanzminister abliefern, so die Bestandsaufnahme. Gleichzeitig würden den Unternehmern Abgabensenkungen in zweistelliger Milliardenhöhe versprochen, kritisieren die ArbeitnehmerInnenvertreter.

Anträge werden auch zum Bereich Sozialpolitik eingebracht: Ein Eckpfeiler sei die Beibehaltung der Pflichtversicherung, auf der Grundlage des Solidaritätsprinzips - kein Systemwechsel in Richtung freier Versicherungswahl. Auch der Ausbau gesundheitsfördernder Massnahmen in den Betrieben wird gefordert.

Die ChemiearbeiterInnen verlangen ausserdem Übergangsregelungen bei der EU-Osterweiterung in Bezug auf die Freizügigkeit am Arbeitsmarkt und der sozialen und ökologischen Mindeststandards in der EU. Notwendig seien Förderungsprgramme für die betroffenen Regionen der Reformstaaten und eine Beibehaltung der Kontigentierung des Strassengüterverkehrs.(hell)

ÖGB, 7. November 2001 Nr. 928

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