R. A. Haiden zu Nulldefizit 2001: Jetzt müssen Arbeitnehmer und Firmen entlastet werden

Wien (OTS) - "Es mag schon sein, dass heuer das Nulldefizit
erreicht wird - das ist aber mit der höchsten Steuer-Quote und massiven Einkommenssteuer-Vorauszahlungen keine Leistung, auf die man stolz sein kann." So kommentiert der Vorsitzende des Freien Wirtschaftsverbandes, Rene-Alfons Haiden, die neueste Ankündigung der Regierung, heuer das Nulldefizit zu erreichen.

Haiden: "Wir haben mit mehr als 45 Prozent die höchste Abgaben-Quote der Geschichte.

Bei den Selbständigen macht das Finanzamt Druck, um die Einkommenssteuer-Vorauszahlungen einzutreiben. Das bringt 15 Milliarden Schilling mehr. Es verwundert also nicht, dass der Finanzminister mehr Einnahmen hat und behauptet, das Nulldefizit schon heuer zu erreichen. Ich bin aber skeptisch, ob es wirklich hält."

Als Gründe für seine Skepsis nennt Haiden die schlechte Konjunktur und die steigende Arbeitslosigkeit. Und der Wirtschaftsexperte geht noch weiter: "Hält das Nulldefizit, muss es in zwei Jahren eine Steuerreform um 30 Milliarden Schilling und spätestens 2003 die Senkung der Lohnnebenkosten um 12 Milliarden geben. Sonst verliert Österreich als Wirtschafts-Standort weiter an Boden."

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