Bauarbeiter unterschreiben Bildungsvolksbegehren

Driemer: Bau- und HolzarbeiterInnen fordern freien Zugang zur Bildung für alle

Wien (GBH/ÖGB): "Gerade Kinder und Jugendliche aus sozial schwächeren Familien, aber auch sogenannte Werksstudenten, zählen zu den ersten Opfern der verfehlten Bildungspolitik der blau-schwarzen Regierung", erklärte Johann Driemer, der ÖGB-Vizepräsident und Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz, unter Hinweis auf die Eintragungsfrist zum Bildungsvolksbegehren."++++

"Die Einführung von Studiengebühren und die überfüllten Klassenzimmer in den öffentlichen Schulen stellen gleichsam einen sozialen Numerus clausus dar", so Driemer. Driemer weiter: "Bildung darf keine Frage des elterlichen Geldbeutels sein! Wenn wir heute nicht in die Ausbildung unserer Jugend investieren, gefährden wir nicht nur den Wirtschaftsstandort Österreich, sondern auch die Zukunft einer ganzen Generation.

Der ÖGB-Vizepräsident erinnert aber auch an die schwierige Situation, welche die jüngsten Rückschritte in der Bildungspolitik für werktätige Studenten herbeigeführt hat. Sie werden nicht nur durch die zu niedrige Altersgrenze benachteiligt, sondern werden auch noch von der Bundesregierung kräftig zur Kassa gebeten. "Es ist selbstverständlich, dass jemand, der die Doppelbelastung von Arbeit und Studium auf sich nimmt, nicht alle Prüfungen in der Mindestzeit absolvieren kann. Obwohl die Bundesregierung weiß, dass der zweite Bildungsweg in Zukunft immer wichtiger wird, bestraft sie die Werksstudenten auch noch finanziell."

Driemer fordert, dass gerade bei der Erwachsenenbildung verstärkt Anstrengungen unternommen werden, um jedem den Zugang zur Bildung zu ermöglichen. Driemer abschließend: "Wir brauchen einen freien Zugang zu Schulen, Fachhochschulen und Universitäten, der ohne Barrieren eine Chancengleichheit für alle Bevölkerungsgruppen in der Bildungspolitik gewährleistet - deshalb unterstützen wir Bau-und HolzarbeiterInnen das Bildungsvolksbegehren".

ÖGB, 7. November 2001
Nr. 926

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