ALPHA Österreich: Mediensymposion: "Commission on Radio and Television Policy" untersucht Berichterstattung über Terrorismus

Wien (OTS) - ALPHA Österreich, das ORF-Programmfenster in BR-alpha, dem Bildungsspartenkanal des Bayerischen Rundfunks, zeigt am Freitag, dem 9. November 2001, um 22.00 Uhr, eine 45-minütige Zusammenfassung über die alljährliche Tagung "Commission on Radio and Television Policy" im ORF-Zentrum. Zentrales Thema ist die Berichterstattung über Terrorismus.

"Bei der Berichterstattung über Krieg und Terrorismus sind Nachrichtenorganisationen wie in jedem anderen Fall dem Recht der Öffentlichkeit auf Information verpflichtet." Diese Feststellung trafen Journalisten und leitende Medienvertreter anlässlich der diesjährigen Tagung der "Commission on Radio and Television Policy" am 19. und 20. Oktober im ORF-Zentrum Wien. Die Teilnehmer der Konferenz sprachen eine an alle Journalisten gerichtete, ausdrückliche Warnung vor Propaganda jeder Art aus und forderten diese auf, in ihrer Berichterstattung nicht nur hervorzuheben, was sie über einen Konflikt wissen, sondern auch auf die Grenzen ihres Wissens hinzuweisen.

Veranstalter des zweitägigen Symposions waren das Institut für den Donauraum und Mitteleuropa, "The Commission on Radio and Television Policy" und der ORF. Dr. Erhard Busek, der gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Ellen Mickiewicz von der Duke University (North Carolina, USA) den Vorsitz führte, zum Symposion: "Mit dieser prominent besetzten Veranstaltung, die bereits zum sechsten Mal im ORF-Zentrum stattfand, hat Österreich eine Vorreiterrolle im Dialog zwischen den Medien in Europa und den USA übernommen. Dem ORF ist nicht nur für seine Rolle als Mitveranstalter und Gastgeber zu danken, sondern auch für seine umfangreiche Berichterstattung über das neue Europa."

Während die traditionelle Rolle der Medien die eines leidenschaftslosen Beobachters war, haben diese laut Adrian van Klaveren von der BBC "nun eine neue Verpflichtung, mit den Menschen zu Hause und in aller Welt in Verbindung zu treten und einer globalisierten Gemeinschaft zu helfen, die Geschehnisse zu verstehen. Wir sind eben erst dabei, unsere Rolle als Vermittler dieser Art globaler Information anzunehmen, aber der gegenwärtige Konflikt gibt uns die Möglichkeit, über die Entwicklung dieser Kommunikationsform nachzudenken."

In diesem Zusammenhang forderte die Commission die Journalisten dringend auf, den traditionellen Normen der Prüfung des Wahrheitsgehalts der übermittelten Nachrichten und des Professionalismus zu entsprechen. Gleichzeitig warnte sie vor dem Einsatz digitaler Technologien zur Verzerrung oder Schönung von Berichten und forderte den Verzicht auf Berichte, die nur geringen Nachrichtenwert haben, aber mit großer Wahrscheinlichkeit Ängste in der Öffentlichkeit auslösen.

Die Commission on Radio and Television Policy wurde im Jahr 1990 vom ehemaligen amerikanischen Präsidenten Jimmy Carter zur Förderung der Rolle der freien Medien in demokratischen Gesellschaften ins Leben gerufen. Die Commission, die sich in den ersten Jahren hauptsächlich mit medienpolitischen Fragen der Vereinigten Staaten und der Länder Ost- und Westeuropas beschäftigte, hat ihre Tätigkeit mittlerweile auf die neuen Staaten Mittel- und Osteuropas ausgedehnt.

Die ALPHA-Österreich Sendung über das Mediensymposion: "Commission on Radio and Television Policy" wird am Montag, dem 12. November 2001, um 16.oo Uhr wiederholt.

ALPHA Österreich, das ORF-Fenster in BR-alpha, dem Bildungsspartenkanal des Bayerischen Rundfunks, kann über die Satelliten ASTRA 1B (analog) und ASTRA 1G (digital) europaweit empfangen werden. Eine Themenübersicht der weiteren ALPHA Österreich-Sendungen findet sich in ORF TELETEXT auf Seite 308 und unter der Adresse >tv.orf.at/alpha« im Internet.

Rückfragen & Kontakt:

Sandra Nettelbeck
Tel.: (01) 87 878 - DW 15234
http://programm.orf.at
http://kundendienst.orf.at

ORF Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GOK/GOK