HGPD-Kaske: "Immer mehr Atypische im Dienstleistungsbereich"

Dienstleistungsgewerkschaft begrüßt ÖGB-Initiative FlexPower

Wien (HGPD/ÖGB) "Immer öfter treffe ich Kolleginnen und Kollegen aus dem Dienstleisterbereich, die freie Dienstverträge haben oder neue Selbständige sind - die wenigsten haben sich ihre atypischen Beschäftigungsverhältnisse selbst ausgesucht", erklärt Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD): "So gibt es seit der Abschaffung des Hausbesorgergesetzes vor über einem Jahr immer mehr selbständige Hausbesorger."++++

Kaske weist darauf hin, dass vor allem Frauen - und der Frauenanteil in der HGPD ist sehr hoch - häufig in solchen atypischen Beschäftigungsverhältnissen stehen: "Für manche Kolleginnen ist diese Art der Beschäftigung die einzige Chance, Beruf und Familie zu vereinbaren. Die Neue Selbständige Friseurin etwa kann sich ihre Arbeitszeit aussuchen. Sie muss allerdings mit Buchhaltung, Steuer und Sozialrecht fertig werden." Der HGPD-Vorsitzende erinnert daran, dass der Weg ins atypische Beschäftigungsverhältnis nicht immer freiwillig gewählt wird: "Vielen Kolleginnen und Kollegen bleibt gar nichts anderes übrig, viele fragen nach, ob sie weiter Gewerkschaftsmitglieder bleiben können - weil wir sie nicht im Regen stehen lassen wollen, unterstützen wir das ÖGB-Projekt FlexPower." (kk)

ÖGB, 7. November 2001
Nr. 924

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