Wiener Grüne: Grüner Erfolg im WAFF-Kuratorium

Vana: "Gender Mainstreaming endlich als Grundsatz des WAFF beschlossen"

Wien (Grüne) - Erfreut zeigt sich die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Wiener Grünen, Dr. Monika Vana, über das konstruktive Klima im Kuratorium des Wiener ArbeitnehmerInnenförderungfonds (WAFF). Auf Antrag der Grünen ist es gelungen, den Grundsatz des Gender Mainstreaming auf allen Ebenen des WAFF zu verankern: Sowohl die interne Organisationsstruktur des WAFF als auch sämtliche arbeitsmarktpolitische Maßnahmen des WAFF sollen künftig frauenfördernden Gesichtspunkten unterworfen werden. Darüber hinaus sollen sämtliche statistische Daten des WAFF geschlechtsspezifisch erfasst und veröffentlicht werden.

"Durch die Verpflichtung des WAFF zum Gender Mainstreaming wollen wir unter anderem verhindern, dass es noch einmal - wie heuer - zu einer Reduzierung der Frauenförderung kommt. Es ist untragbar, dass einerseits erfolgreiche Programme für arbeitslose Frauen gestrichen werden (z.B. FAST und WiederIn), freiwerdende Geldmittel aber nicht mehr für frauenfördernde Maßnahmen zur Verfügung gestellt werden", so Vana.

Ein weiterer Erfolg der Wiener Grünen im Kuratorium des WAFF ist der Beschluss, künftig die in den Publikationen des WAFF für ArbeitnehmerInnen verwendete zynische Bezeichnung "Humanressource" zu streichen. Vana zufrieden: "Das ist keine Kleinigkeit. Es ist von symbolischer Bedeutung, ob die Stadt Wien in ArbeitnehmerInnen einen Produktionsfaktor für die Wirtschaft sieht oder vielmehr - wie es den grünen Vorstellungen entspricht - Menschen mit spezifischen Problemen und Rechten".

Auch die Neupositionierung des WAFF zugunsten verstärkter Qualifizierungsangebote für Beschäftigte wird von den Wiener Grünen ausdrücklich unterstützt. "Angesichts der starken Zunahme nicht existenzsichernder Arbeitsplätze ist es höchste Zeit für die Wiener Arbeitsmarktpolitik, verstärkt Maßnahmen zugunsten von berufstätigen Frauen mit geringem Einkommen und unattraktiven Arbeitsbedingungen zu setzen", lobt Vana die Neuausrichtung des WAFF.

Allerdings, und das ist ein Wehrmutstropfen, lässt das vorliegende Arbeitsprogramm jegliche Konkretisierung vermissen. Die einzige innovative Maßnahme des WAFF im Bereich der Beschäftigtenförderung -"Frauen ergreifen Chancen 2002" - ist mit knapp 13 Millionen Schilling krass unterdotiert. Auch gebe es keinerlei qualitativen Rahmen für die neuen Qualifizierungsmaßnahmen zugunsten Beschäftigter. Fragen der zeitlichen Gestaltung der Maßnahmen, der Kinderbetreuung oder der Selbstbehalte seien noch völlig offen.

Kritik äußert Vana auch an den grundsätzlichen Zielsetzungen des WAFF. Dieser entwickelt sich zunehmend zu einem Instrument der Unternehmensförderung, statt betroffenen ArbeitnehmerInnen zugute zu kommen. "Vergleicht man beispielsweise die vom WAFF budgetierten 128 Millionen Schilling an Wirtschaftsförderung mit den "kümmerlichen" 39 Millionen für die Förderung der Chancengleichheit, wird eine ungleichgewichtige Schwerpunktsetzung der Wiener Arbeitsmarktpolitik zulasten der Maßnahmen für Betroffene deutlich", kritisiert Vana.

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