tetratel auf der Arnika 2001

TETRA-Netz unterstützte Katastrophenübung am Schneeberg

Wien (OTS) - tetratel unterstützte die Katastrophenübung "Arnika 2001", die von den Landesorganisationen Niederösterreich und Wien des Österreichischen Bergrettungsdienstes am 26. Oktober 2001 am Schneeberg veranstaltet wurde. Im Zuge dieser Übung kamen ein mobiles TETRA-System sowie rund 50 Handfunkgeräte von Motorola zum Einsatz. 16 geschlossene Gruppen könnten so zusammengeschaltet und koordiniert werden.

Überschattet wurde die aufwändig organisierte Übung der Bergrettungen von einem tatsächlichen Unglücksfall. Nach einer Explosion in einem Notstromaggregat in Puchberg wurde die Übung kurzerhand abgebrochen. Die bereitstehenden Rettungsmannschaften kümmerten sich vor Ort um die bestmögliche Versorgung der Verletzten und den Weitertransport in die Spitäler. Auch unter diesen bedauerlichen Realbedingungen bewährte sich das mobile TETRA-System. "Mit den herkömmlichen Funksystemen konnten die beteiligten Einsatzteams nicht miteinander kommunizieren, erst mit Tetra gelang die direkte Kommunikation zwischen unterschiedlichen Organisationen und der Übungsleitung optimal", berichtet Franz Lindenberg (Landeseinsatzleiter ÖBRD NÖ/W).

TETRA - die sichere, europäische Lösung für professionelle Mobilkom-munikation

Unter TETRA (Terrestrial Trunked Radio) versteht man die neueste Generation des digitalen Funkstandards mit wesentlichen Verbesserungen zu bisher verwendeten Systemen. Dieser offene, digitale Funkstandard wurde vom ETSI ("European Telecommunications Standardisation Institute") definiert und stellt aufgrund seiner vielfältigen Leistungsmerkmale die optimale Technologie für die besonderen Anforderungen von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) dar. In Erfahrungsberichten über bereits fertiggestellte Netze konnten die gerade beim Sicherheitsfunk besonders hohen Erwartungen voll bestätigt werden.

Die Vorteile von TETRA liegen in der gleichzeitigen Übertragung von Daten, Bildern und Sprache über ein einziges System. So können etwa Bilder oder Grafiken rasch und gleichzeitig gesendet werden, ohne den Sprachverkehr zu unterbrechen. Weiters können Datenbanken wie z.B. jene der Vergiftungszentrale vom Funkgerät abgefragt werden und sofort wichtige Maßnahmen eingeleitet werden.

Da es sich bei TETRA um ein zellulares System handelt, können sich verschiedene Teilnehmergruppen einzelne Kanäle teilen. Damit kann das verfügbare Funkspektrum wesentlich besser genützt werden.

Entsprechend der definierten Wertigkeit weist TETRA Kanalressourcen zu, ein Emergency Call hat in jedem Fall Vorrang vor einem normalen Gruppen- oder Einzelgespräch. Im Bedarfsfall können geschlossene Gruppen zusammengeschaltet und koordiniert werden. Dadurch wird eine wesentlich bessere Kommunikation zwischen den BOS in einem Unfall oder Katastrophenszenario sichergestellt.

tetratel für mehr Sicherheit in Österreich

In Österreich hat sich das Konsortium tetratel - bestehend aus den Unternehmen Austrocontrol, Kapsch und Motorola gebildet, das sich um den Auftrag und die Errichtung des im Rahmen des Projektes Adonis geplanten Sicherheitsnetzes bewirbt. Bis etwa 2004 soll das erste flächendeckende TETRA-Netz Österreichs aufgebaut sein und in Betrieb gehen.

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Motorola Österreich
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