Das "Fly over" hat für heuer seinen Dienst getan

Auch 2002 wieder vier Einsatzbereiche auf der A 23 - Zugleich mit dem Abbau heuer auch Randstreifenumbau bei St.Marx beendet

Wien, (OTS) Das "Fly over" hat für heuer seinen Dienst getan, es wird in Kürze abgebaut. Die von der MA 29 - Brückenbau und Grundbau (Geschäftsgruppe Stadtentwicklung und Verkehr) entwickelte Brückenkonstruktion kam erstmals im Sommer 1999 auf der A 23/Südosttangente zum Einsatz und hat sich seither mehrfach bewährt. Es handelt sich dabei um eine mobile Konstruktion, die - auf einem Baukastensystem basierend - an der jeweiligen Örtlichkeit über der Fahrbahn aufgebaut wird und darunter eine Arbeitshöhe von immerhin 1,6 Metern aufweist. Der ebenso genialen wie einfachen Konstruktion waren allerdings eineinhalb Jahre Entwicklungszeit vorausgegangen. Der Leiter der MA 29, OSR DI Walter Hufnagel, wird dafür demnächst einen Umweltpreis entgegennehmen.

Die ständig steigende Belastung der Verkehrsflächen, und damit der Brücken, hat dazu geführt, dass etwa die Brückenanschlusskonstruktionen bzw. Dehnfugenkonstruktionen (Dilatationen) immer stärker werdenden mechanischen Belastungen (Materialermüdungen) ausgesetzt sind. Dies vor allem durch den zunehmenden Schwerverkehr. Hier steigt die Frequenz ebenso wie die Tonnagen. Die laufenden Reparaturen, die letztlich nur durch den Einbau neuer Dehnfugenkonstruktionen in Form so genannter Stahlfingerkonstruktionen konterkariert werden können, verlangten nach Überlegungen, die notwendigen Arbeiten möglichst ohne allzu große Beeinträchtigung der Verkehrsabläufe - und damit Schäden sowohl in Hinblick auf die Umwelt als auch auf die volkswirtschaftlichen Kosten - durchführen zu können. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Die von Waagner-Biró gefertigte Konstruktion in Leichtbauweise besteht bei dreispuriger Ausführung aus 69 Einzelelementen, sie ist 106 Meter lang und 227 Tonnen schwer.

Wie eingangs erwähnt, hat das "Fly over" für heuer seinen Dienst getan, es wird demnächst abgebaut. Dafür sind folgender Termin bzw. Verkehrsmaßnahmen vorgesehen:

o Abbau in der Nacht von Mittwoch, 7. November, auf Donnerstag, in

der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr früh. Dabei wird einmal mehr "Präzisionsarbeit" geleistet, denn ab 5 Uhr früh, wird es auf der A 23 Richtung Norden, zwischen dem Knoten Landstraße und der Anschlussstelle St.Marx keine Behinderungen mehr geben.
Allerdings kann während des Abbaues in Richtung Norden (Kagran) nur ein Fahrstreifen benützt werden.

Rückblickend hält seitens des Baumanagements der MA 29, TAR Ing. Paul Scheuchenpflug, fest: "Im heurigen Jahr ist das Fly over auf der Südosttangente viermal zum Einsatz gekommen. Dabei wurden vier Dehnfugenkonstruktionen mit einer Gesamtlänge von sechzig Metern neu hergestellt. Im Bereich der nicht eröffneten Anschlussstelle Simmering wurde auch eine Widerlagerkammer hergestellt, um bei künftigen Wartungsarbeiten an den Dilatationen und Brückenlagern die Zugänglichkeit zu erleichtern, und damit die Kosten zu senken. Zu den Hauptarbeiten sind zahlreiche Begleitmaßnahmen gekommen, wie beispielsweise Abdichtungen gegen Feuchtigkeit, Belagsarbeiten und Ähnliches". Auch für 2002 sind, so Scheuchenpflug, wieder 4 Einsatztermine bzw. Örtlichkeiten für das "Fly over" vorgesehen. Zwischen Ende April und Ende August im Knoten Gürtel/Landstraße zweimal auf der Richtungsfahrbahn Norden (Kagran)und einmal auf der Richtungsfahrbahn Süden (A 2) sowie im Bereich der gesperrten Ausfahrt Simmering auf der Richtungsfahrbahn Norden (St.Marx).

Dass der Bereich zwischen dem Knoten Landstraße und der Anschlussstelle auf der Richtungsfahrbahn Norden tatsächlich ab dem 8. November behinderungsfrei sein wird, dazu trägt auch der aufgrund entsprechender Koordinierung gleichzeitig abgeschlossene Randstreifenumbau bei. Der Beton wies deutliche Schäden auf, und so wurden neben der Instandsetzung auch der Lärmschutz und das Sicherheitsmoment verbessert. Dazu seitens der Bauleitung der MA 29, Ing. Walter Neumann: "Es wurden zur Erhöhung der Anfahrsicherheit so genannte Stahlgleitwände, wie sie zum Beispiel schon auf der Praterbrücke und der Prater Hochstraße eingebaut wurden, errichtet. Sie weisen eine höhere Durchbruchssicherheit als konventionelle Leitschienen auf. Insgesamt wurde auf einem neunhundert Meter langen Abschnitt gearbeitet, auch der Lärmschutz ist entsprechend berücksichtigt worden". Um nur die wichtigsten Parameter des Randstreifenumbaues anzufügen: Eingebaut bzw. verbraucht wurden (alle Zahlen gerundet) 1900 Quadratmeter Lärmschutzwände, 220 Tonnen Stahlkonstruktion, 600 Tonnen Fahrbahnbeläge und 2000 Quadratmeter Abdichtungen. (Schluss) pz

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