Roßau: Nettig fodert endgültiges Ende des Experiments

Wien (OTS) - "Dass trotz Aufhebung der unsinnigen Parkspur auf der Roßauer Lände die fahrbahnverengende Rechtsabbiegespur vor der Alserbachstraße bestehen bleiben soll, kommt einem Schildbürgerstreich gleich", kritisiert der Präsident der Wirtschaftskammer Wien, Walter Nettig. "Ein Lokalaugenschein der WKW heute, Montag, früh hat gezeigt, dass das Stauexperiment Roßauer Lände entgegen aller Ankündigungen noch immer nicht beendet ist", so Nettig.

"Eine Rechtsabbiegespur, die seinerzeit als Teil des Experiments neu
eingeführt wurde und ursächlich für die derzeitige Chaossituation am Alsergrund mitverantwortlich ist, hätte mit dem Ende dieser von Anfang an zum Scheitern verurteilten Maßnahme selbstverständlich ebenfalls wieder aufgehoben werden müssen," erklärte Nettig.

Wenn es ab der Kreuzung Roßauer Lände/Alserbachstraße wieder drei Geradeaus-Fahrspuren, davor aber nur zwei gibt, könne eine noch so geschickte Ampelschaltung den unvermeidbaren Stau nicht verhindern. Es muss jedenfalls auf der gesamten Spittelauer Lände bis zur Alserbachstraße eine dritte Geradeaus-Fahrmöglichkeit geben.

Um die vom Bezirk gewünschte Rechtsabbiegespur dennoch halten zu können, unterbreitet die Wirtschaftskammer Wien einen Kompromissvorschlag: Die derzeitige Linksabbiegespur soll in eine kombinierte Geradeaus-Links-Spur umgewandelt werden. Einen diesbezüglichen Antrag hat die Wirtschaftskammer Wien heute an die zuständige MA 46 gerichtet.

"Für mich ist eines klar: Das Experiment Roßauer Lände muss das endgültig letzte seiner Art im hochrangigen Straßennetz Wiens gewesen sein. Weder die Wirtschaft noch die Bevölkerung dürfen jemals wieder als Versuchskaninchen herhalten." Nettig fordert in diesem Zusammenhang erneut die längst überfällige Festlegung eines unantastbaren Netzes von Vorrangstraßen, die von übergeordneter Bedeutung für den Verkehrsfluss in Wien sind und daher nicht einzelnen lokalen Wünschen geopfert werden dürfen.

Nettig: "Wie in anderen europäischen Städten müssen auch in Wien leistungsfähige Querverbindungen zwischen den einzelnen
Stadtteilen mit ausreichend Reservekapazitäten im Falle eines Staus sichergestellt werden. Bei uns gibt es durch den ständigen Rückbau keine Ausweichmöglichkeiten für den Ernstfall. Die Staus sind also zu einem großen Teil hausgemacht - und damit muss endlich Schluss sein."

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