Petrovic fordert gemeinsame Anti-Atom-Politik am Zwentendorf-Jahrestag

Warnende Stimmen frühzeitig ernst nehmen

Wien (OTS) - Einen eindringlichen Appell, zu einer geschlossenen Linie in der Anti-Atom-Politik zurückzukehren, richtet heute die stv. Klubobfrau der Grünen, Madeleine Petrovic an die Regierungsparteien FPÖ und ÖVP. "Die Bundesregierung sollte den 23. Jahrestages der Zwentendorf-Volksabstimmung zum Anlass nehmen, ihre derzeitige erfolglose Politik gegen die Gefahren von Atomkraftwerken zu überdenken", so Van der Bellen. In der Frage des tschechischen AKW Temelin sei die Bundesregierung gespalten und habe die Sorgen der österreichischen Bevölkerung aus den Augen verloren. "Das Veto-Volksbegehren der FPÖ ist in der Sache nicht hilfreich. Im Gegenteil. Es stärkt nur die Temelin-Hardliner in Prag und schürt Ressentiments gegen die EU-Erweiterung", so Petrovic.
Auch die ÖVP-Politik sei wenig zielführend. "Während der Bundeskanzler die Bevölkerung im Glauben lässt, Temelin werde durch den Melker Prozess sicher, lassen die ÖVP-Minister auf EU-Ebene jedes Engagement vermissen und wollen jetzt sogar der Finanzierung neuer Atomreaktoren im Rahmen von Euratom zustimmen."

Petrovic erinnert im Zusammenhang mit der Zwentendorf-Abstimmung daran, daß es auch heute noch viele Technologien gibt, wo KritikerInnen nicht gehört werden. "Es müssen immer erst größere Katastrophen wie etwa BSE eintreten bevor die warnenden Stimmen ernstgenommen werden. Das gilt auch bei den Tierversuchen oder der Biotechnologie in der Landwirtschaft", so Petrovic.

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