Autofahren muss gelernt sein!

Um Unfällen mit Jugendlichen vorzubeugen, fordert das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) wiederholt verbesserte Lenkerausbildung und Fahrsicherheitstraining für Probeführerscheinbesitzer

Wien (OTS) - Der Anteil an Alleinunfällen - das sind Unfälle an denen nur ein Fahrzeug beteiligt ist - ist am Gesamtunfallgeschehen überdimensional hoch. Jeder Zweite kam im ersten Halbjahr 2001 auf diese Weise ums Leben. Vor allem Jugendliche zwischen 18 und 24 Jahren sind gefährdet: Die Hälfte der Alleinunfälle geht auf ihr Konto. Viele davon waren einfach viel zu schnell unterwegs. "Bei Jugendlichen herrscht häufig die Irrmeinung, dass einem das Talent zum Autofahren in die Wiege gelegt worden ist. Geringe Fahrpraxis gepaart mit höherer Risikobereitschaft und Imponiergehabe sind aber auf der Straße eine besonders gefährliche Mixtur", erklärt Dr. Othmar Thann, Direktor des KfV.

Mehrphasenausbildung

Vor allem die verbesserte Lenkerausbildung ist dem KfV in diesem Zusammenhang ein Anliegen. Die Mehrphasenausbildung verhindert, dass Fahranfänger aus der Übung kommen. Nach bestandener Führerscheinprüfung werden zusätzlich
· ein Fahrsicherheitstraining,
· eine verkehrspsychologische Weiterbildung
· sowie zwei Trainingsfahrten im Straßenverkehr
absolviert.

Experten in Punkto Sicherheit

Die Aktion "Road Expert" des KfV, gemeinsam mit ARBÖ, ÖAMTC, der Initiative für Fahrsicherheitstraining und den Österreichischen Fahrschulen ins Leben gerufen, sorgt für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Probeführerscheinbesitzer haben bei dieser Aktion die Möglichkeit, ihr Fahrkönnen unter fachkundiger Anleitung kostengünstig (statt 2.200 Schilling nur 500 Schilling) zu verbessern. Das eintägige Fahrsicherheitstraining - Kurventraining, Bremsübungen oder das richtige Verhalten bei Aquaplaning stehen dabei ebenso auf dem Programm wie die richtige Sitzposition und Lenkradhaltung - kommt bei Jugendlichen außerdem sehr gut an. Laut einer KfV-Umfrage unter den Teilnehmern konnten sowohl das Gefahrenbewusstsein als auch die Strategien zur Unfallvermeidung verbessert werden.

Die Unfallbilanz der Vorwoche: 16 Tote während der vergangenen Woche, davon 9 zum Wochenende

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 15 PKW-Insassen (davon 11 Lenker) und 1 Lenker eines Leichtkraftfahrzeuges (Microcar) ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit (6), Vorrangverletzung (2), Überholen (1) und Herzversagen (1) festgestellt werden. Bei 2 Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. 6 der 12 Verkehrsunfälle waren sogenannte Alleinunfälle. 1 tödlich verletzter Fahrzeuginsasse war nicht angegurtet.
Vom 1. Jänner bis zum 4. November dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 809 Verkehrstote, (30-Tages-Fristabgrenzung bis Ende September berücksichtigt), im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 821 Menschen tödlich.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: (01) 71 770/225
http://www.kfv.at

Kuratorium für Verkehrssicherheit

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KVS/OTS