SPÖ/Witowetz-Müller/Dumser

Bildungsvolksbegehren: Kinderfreunde rufen zur Teilnahme auf

Utl.: "Bildungs-Einsparungen verringern bereits Startchancen für Kinder" =

Wien (SK) "Bildungschancen sind Lebenschancen, deshalb ist es wichtig, dass das Bildungsvolksbegehren, das ab morgen zur Unterschrift bereitliegt, alle Segmente des Bildungsbereichs anspricht. Die Einsparungen wirken bereits auf die Startchancen des Volksschulkindes", erklärte die Vorsitzende der Österreichischen Kinderfreunde, Waltraud Witowetz-Müller am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den InitiatorInnen des Bildungsvolksbegehrens. Das Bildungsvolksbegehren richtet sich gegen Studiengebühren und für den unentgeltlichen Zugang zu Bildung und Schule. Gefordert wird außerdem ein sozial gerechtes Schüler- und Studienbeihilfesystem und ein leistungsorientiertes universitäres Dienstrecht. Witowetz-Müller: "Wir treten dafür ein, dass nicht auf dem Rücken der Kinder gespart wird, weil dadurch deren Lebenschancen in Mitleidenschaft gezogen werden." ****

"Die Klassenschülerhöchstzahlen müssen von 30 auf 25 gesenkt werden", forderte Witowetz-Müller. "In einer sich immer rascher ändernden Gesellschaft sind 30 Schüler in einer Klasse eine schlechte Voraussetzung. "Schule ist heute anders, denn heute brauchen Kinder soziale Kompetenzen, Team- und Kommunikationsfähigkeit, Fähigkeiten im Umgang mit neuen Technologien und Fremdsprachen. Lehrer müssen sich den Kindern individuell widmen können, denn die Kinder brauchen Zeit, Zuwendung und Förderung."

Der Vorsitzende des Sozialdemokratischen LehrerInnenverbandes Österreichs, Reinhard Dumser, betonte, "die Kürzungen im Bildungsbereich gefährden das Bildungssystem. Zwischen den Schularten ist eine Kluft aufgerissen, über die wir diskutieren müssen." Das Volksbegehren trete für eine Kooperation durch Schulverbünde zwischen den verschiedenen Schularten - vertikal und horizontal - ein. So gebe es auch weniger regionale Unterschiede im Bildungsbereich.

Dumser forderte außerdem im Namen des Volksbegehrens das Recht auf eine Vollzeitberufsschule, denn für sieben Prozent der Lehrplatzanwärter stünde kein Lehrlingsplatz zur Verfügung. In diesem Fall sollten die Schüler auch an einer Schule einen Teil der Berufsausbildung absolvieren können, so könne man den dramatischen Auswirkungen der Jugendarbeitslosigkeit entgegen wirken. Das Ziel des Volksbegehrens seien 100.000 Stimmen für eine Behandlung im Parlament, jede Stimme mehr sei ein Erfolg, so die Einleiter des Volksbegehrens abschließend. (Schluss) ts

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