Lackner: SPÖ gegen voreilig beschlossene Chipkarten-Gebühr

Wien (SK) "Die SPÖ spricht sich vehement gegen einen weiteren Schnellschuss in der Gesundheitspolitik aus. Eine Chipkarten-Gebühr in der Höhe von 500 Schilling steht für uns überhaupt nicht zur Diskussion", sagte Montag SPÖ-Gesundheitssprecher Manfred Lackner in Reaktion auf die Ankündigung der ÖVP, 500 Schilling pro Jahr für die Chipkarte, die den Krankenschein ersetzen soll, einzukassieren. "Die Bundesregierung produziert ununterbrochen Chaos in der Gesundheitspolitik." Nach den "unsozialen Ambulanzgebühren" bezeichnete Lackner die Chipkarten-Gebühren als "völlig unausgegorene Idee". ****

Lackner mahnte die Regierungskoalition zur Vernunft und fordert, dass zuerst der Ist-Stand in der Gesundheitspolitik analysiert werden soll. "Man kann nicht einfach von einem Defizit bei den Krankenkassen sprechen und in einem automatischen Reflex neue unsoziale Gebühren einheben. Zuerst müssen die Schwerpunkte in der Gesundheitspolitik festgelegt werden, anschließend kann man erst über die Finanzierung sprechen. Diesen Weg will die Regierung aber nicht gehen. Ihr geht es um möglichst schnelle Ergebnisse, die dann für die Bürger meist bittere Pillen sind", schloss der SPÖ-Gesundheitssprecher. (Schluss) ns

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