FORMAT: Schwerwiegender Verdacht - Radfahrer von Polizei spitalsreif geprügelt

Nach Verkehrsübertretung in Handschellen abgeführt

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, erhebt ein Radfahrer schwere Vorwürfe gegen die Wiener Polizei: "Ich wurde zu Boden gerissen, verprügelt und dann in Handschellen abgeführt."

Nachdem der 43jährige Wissenschaftler bei Rotlicht in eine Kreuzung eingefahren sei, habe ihn die Besatzung einer Funkstreife wüst beschimpft. Da der Radfahrer die Beamten ignorierte, habe ihn einer der Polizisten noch im Auto sitzend vom Fahrrad gerissen. "Ich bin gestürzt - da hat mich einer der Beamten gepackt, hinter eine Betonsäule gezerrt und mir mindestens zehn Mal mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen." Danach, so der 57 Kilo schwere Tierarzt, sei er in Handschellen abgeführt worden.

Die beschuldigten Beamten weisen in ihrer Niederschrift den Mißhandlungsvorwurf zurück: Der Radfahrer habe trotz "sichtbarer Haltezeichen" versucht, sich der Anhaltung zu entziehen und sei "am Randstein zu Sturz gekommen". Der Einsatz von Handfesseln wird von der Exekutive bestätigt: "Gemeingefährliches Verhalten konnte nicht ausgeschlossen werden."

Nun sollen die Vorkommnisse im Innenministerium überprüft werden.

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