Dreharbeiten unter ORF-Beteiligung zu "Am anderen Ende der Brücke" in Wien und Salzburg

Hochkarätig besetzte Verfilmung einer wahren Lebens- und Liebesgeschichte nach Dreharbeiten in China nun in Österreich

Wien (OTS) - Basierend auf der außergewöhnlichen Lebensgeschichte einer Österreicherin in China - der Wienerin Gertrude Du-Wagner -, die 1934 mit 18 Jahren aus Liebe zu einem Chinesen ins Reich der Mitte ausreiste und ein neues Leben begann, widmet die erste große österreichisch-chinesische Kinospielfilmproduktion, die der ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens fördert: "Am anderen Ende der Brücke" lautet der Titel des Films, den der Salzburger Produzent Josef Koschier seit Ende August mit seiner SK-Film produziert. Nach den Dreharbeiten im Süden Shanghais übersiedelte der Filmtross vergangene Woche nach Wien, wo seit dem 22. Oktober gedreht wird. "Fast 25 Prozent des gesamten Films werden in Österreich gedreht", sagte der Salzburger Produzent Josef Koschier, der dem Film mit seiner SK-Film herstellt anlässlich der Dreharbeiten in der Bundeshauptstadt. "Unsere Locations sind sehr authentisch", so Koschier weiter, "denn wir drehten unter anderem in der Rossauer Kaserne und bei der Karlskirche". Beide Orte spielten im Leben der Wienerin Gertrude Du-Wagner wichtige Rollen.

Eine gewichtige Rolle spielt bei den Dreharbeiten auch das Wetter. Koschier: "Wir drehten Szenen auf einem künstlich angelegten Eislaufplatz - bei 20 Grad Lufttemperatur ein schwieriges Unterfangen, denn das Eis schmilzt beinahe schneller als man drehen kann." Dass das Wetter den weiteren Fortgang der Arbeiten am Film beeinflussen könnte, sieht Koschier locker: "Wir haben noch einen Drehtag im Salzburger Gebirge, Schnee ist für die geplante Szene unerlässlich. Aber wenn es nicht schneit, müssen wir eben am Gletscher drehen."

Die Dreharbeiten in Wien und Salzburg dauern noch bis zum 5. November, "Am anderen Ende der Brücke" soll 2002 in den österreichischen und chinesischen Kinos anlaufen.

Inszeniert wird "Am anderen Ende der Brücke", dessen englischer Arbeitstitel "The Smile of Fanny" lautet, von Hu Mei, der unter anderem bei den Kinofilmen "Army Nurse" und "Far From War" sowie "The Yongzheng Dynasty", der meistgesehenen TV-Serie Chinas, Regie führte. Von österreichischer Seite mit dabei sind Nina Proll und Susi Nicoletti, die die weibliche Hauptrolle, die aus persönlichkeitsrechtlichen Gründen im Film nicht Gerti Wagner sondern Fanny Ebner heißt, in unterschiedlichen Altersabschnitten verkörpern. Weitere österreichische Darsteller sind unter anderem Julia Stemberger, Muriel Baumeister, Erwin Steinhauer, Kitty Speiser und Karl Merkatz. Die männliche Hauptrolle spielt der chinesische Filmstar Wang Zhiwen, der bereits in mehreren preisgekrönten chinesischen Produktionen zu sehen war, so zum Beispiel in "The Emperor and the Assassin" von Regisseur Chen Kaige.

Produziert wird "Am anderen Ende der Brücke" von SK-Film, gemeinsam mit den chinesischen Koproduzenten Beijing Forbidden City Film und der China Coproduction Company sowie mit Unterstützung durch den ORF, das Österreichische Filminstitut, den Wiener Film Fonds, das Land Salzburg und einen chinesischen Privatinvestor. Das Budget beträgt 42 Millionen Schilling.

(Fotos via APA)

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